Menschenbilder

 

 

Menschenbilder

Holz- und Linolschnitte

von Caroline Pinger und Henriette von Bodecker

09. September bis 17. Oktober 2017

Eröffnung: Sonnabend, 09. September 2017, 17–20 Uhr,

 

Holz- und Linolschnitte, die sich mit den Mit-Menschen in unterschiedlichsten Situationen bis hin zu porträthaften Darstellungen auseinandersetzen, in Gegenüberstellung von den zwei bekannten Künstlerinnen Caroline Pinger und Henriette von Bodecker, präsentiert die 101. Ausstellung des Druckgraphik-Ateliers.

Vielen ist Caroline Pinger, geboren in New Jersey/USA, als Zeichnerin und Holzschneiderin bekannt. Sie studierte 1956 bis 1960 Kunst in Salt Lake City und New York, zog 1962 nach Berlin-West, wo sie seitdem auf Wochenmärkten, Demonstrationen, in Lokalen und Straßen zeichnet. Seit 1961 sind ihre Arbeiten in Ausstellungen zu sehen. Ihre Holzschnitte kommen aus den schnellen Skizzen unterwegs: Momentaufnahmen und fortschreitende Bewegungen werden in schwingenden Linien des Zeichenstifts auf Papier aus der mitgeführten Tasche festgehalten. Diese leichten, dynamischen Striche werden zu wuchtigen Holzschnitten. Das erfordert Kraft und Geschick. Ebenso die Bändigung und Umwandlung der raschen Skizzen in ausdrucksvolle Formen mit großen Flächen durch bildnerische Energie.

Die 1977 in Berlin geborene Graphikerin und Illustratorin Henriette von Bodecker studierte von 1996 – 2001 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB) llustration (bei Prof. Volker Pfüller) und Grafikdesign. 2003 – 2004 war sie Gastdozentin für Grafikdesign und Illustration am Eastern International Art College in Zhengzhou, VR China. Seit 2002 freischaffend in Berlin tätig, sind ihre Arbeiten in Ausstellungen in Deutschland und der Schweiz zu sehen gewesen. Unter anderem auf ausgedehnten Reisen seit 1995, meist nach Asien, zuletzt Korea, hält sie ihre Eindrücke graphisch fest. Mittels Probedrucken und nachfolgender Überarbeitung entstehen spannungsvolle schwarz-weiße Schnitte in durchdachten wirkungsvollen Kompositionen mit angeschnittenen Formen und expressiven Perspektiven. Hierin fand sie zu einer eigenen Ausdrucksweise voller Poesie und Emotionalität.

 

Zur Eröffnung am Sonnabend, 09. September 2017, 17-20 Uhr, laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.

 

Eberhard Hartwig               Caroline Pinger               Henriette von Bodecker

Atelierleiter                         Graphikerin                     Graphikerin/Illustratorin

 

Menschenbilder / people images

Wood- and Lino Cuts

by

Caroline Pinger and Henriette von Bodecker

09. September – 17. October 2017

Opening: Saturday, 09 September 2017, 17-20 o‘clock

 

The 101st exhibition of the Druckgraphik-Atelier (print graphic studio) is presented wood and lino cuts by the two well-known artists, Caroline Pinger and Henriette von Bodecker, who are dealing with the fellow people in various situations and portraying representations.

Many are Caroline Pinger, born in New Jersey / USA, known as a draftsman and wood cutter. She studied art in Salt Lake City and New York from 1956 to 1960, moved to Berlin-West in 1962, where she has since drawn on weekly markets, demonstrations, in bars / restaurants and streets. Since 1961 their works have been shown in exhibitions. Her woodcuts come from the fast sketches on the road: Snapshots and progressive movements are recorded in vibrating lines of the pencil on paper from the carried pocket. These light, dynamic strokes become massive woodcuts. This requires strength and skill. Likewise the taming and transformation of the rapid sketches in expressive forms with large surfaces through pictorial energy.

Born in Berlin in 1977 graphic artist and illustrator Henriette von Bodecker studied from 1996 – 2001 at the Academy of Graphic Arts and Leipzig (HGB) Illustration (at Prof. Volker Pfüller) and graphic design. 2003 – 2004 she was guest lecturer for graphic design and illustration at the Eastern International Art College in Zhengzhou, PR China. Since 2002 working freelance in Berlin, her works have been shown in exhibitions in Germany and Switzerland. Among other things, on extended journeys since 1995, mostly to Asia, most recently Korea, she holds her impressions graphically. By proofs and subsequent revision created exciting black and white cuts in thought-effective compositions with cut shapes, truncated forms and expressive perspectives. In this she found her own expression of poetry and emotionality.

 

We would like to invite you and your friends to the opening on Saturday, 09 September 2017, from 5 pm to 8 pm.

 

Eberhard Hartwig               Caroline Pinger               Henriette von Bodecker

studio manager                  graphic artist                    graphic artist

 

  


 

Heiß und Kalt

 

 

Heiß und Kalt

Radierungen

von Tina Flau und Eberhard Hartwig

17. Juni – 18. Juli 2017

Eröffnung: Sonnabend, 17. Juni 2017, 17 – 20 Uhr

Rede: Reinhard Griebner, Kulturwissenschaftler/Journalist & Autor

Musik: Hinrich Beermann, Saxophon

Finissage/Künstlergespräch: Mittwoch, 12. Juli 2017, 19.00 Uhr

 

Die 100. Ausstellung im Druckgraphik-Atelier präsentiert Kaltnadelradierungen in Gestalt markanter Linien und Flächen in Gegenüberstellung geätzter Tiefe – Reduktion pur: Zurücknahme durch Weglassen anstelle von Überfrachtung.

Tina Flau, geboren 1962 in Scharnebeck, studierte nach einer Lehre im ökologischen Landbau, 1981-88 Agrarwirtschaft und im Anschluß daran bis 1991 Malerei/Grafik an der Kunsthochschule Alfter bei Bonn sowie 1994-99 Malerei/Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden.

Tina Flau´s Arbeiten sind durch immerwährendes Forschen und Hinterfragen gekennzeichnet von formaler Prägnanz und Verdichtung bis hin zum Zeichen. Alltägliches wie Häuser, Sofas oder Pflanzen werden verdichtet beim Eingraben mit der Kaltnadel zu Codes unserer Umwelt.

„Die Langsamkeit des Arbeitsprozesses an diesen Strich für Strich in die Platte geritzten Bildern ist wesentlich für ihren Ausdruck verantwortlich. Es gibt keine beiläufigen Striche, keine zufälligen Linien oder Flecke. Alles ist entschieden, unbedingt formuliert. Entsprechend besitzt der Druck kontraststarke grafische Linien und Flächen, farbige Tiefen und eine Leidenschaft, deren Intensität ihresgleichen sucht. … Tina Flau nutzt die Suggestionskraft des Begriffes „Welten“, seine Fähigkeit, etwas Weites, Komplexes und im Augenblick noch Verborgenes hinter einem Bild anzukündigen.“ (Mathias Lindner, Kunstwissenschaftler, Direktor Neue Sächsische Galerie Chemnitz, zur Serie „Welten“, 2004)

 

Eberhard Hartwig, geboren 1957 in Berlin, Ausbildungen und Arbeit als Schriftsetzer sowie Drucker, Graphik bei u.a. W. Leber und in der Kulturakademie, studierte 1995-97 an der Hochschule der Künste Berlin (jetzt UdK) und leitet seit 1990 das Druckgraphik-Atelier.

Eberhard Hartwig´s Arbeiten sind „abbildende Kunst mit mehr oder weniger starken Tendenzen zum Ungegenständlichen, der reale Vorlagen vorausgegangen sind oder Pate gestanden haben … Es sind Bilder, in denen sich gesehene Realität mit eigener Befindlichkeit und kreativer Gestaltungskraft durchdringen, die mit ihren aufgebrochenen, zergliedernden Elementen den Charakter ursprünglicher Chiffren erhalten. … Dazu kommt das Prinzip der Reihung, das es in vielen seiner Bilder gibt, die sich in ihrer Abstraktion der Gegenstandslosigkeit nähern. … Diese Bilder … zeichnen sich durch eine Dichte und Tiefe aus, die der Künstler durch wiederholte Überlagerungen, durch in sich verwobene Strukturen und die Verschränkung der Räume erreicht. Offene Formen verzaubern fest Gefügtes.“ (Volkhard Böhm, Kunstwissenschaftler, 2011)

Zur Eröffnung der 100. Ausstellung sprach Reinhard Griebner eine Würdigung, Brunhild Hauschild rezitierte ihr ebensolches Gedicht. Hinrich Beermann musizierte nach Radierungen von Eberhard Hartwig, dieser radierte zur Musik und H. Beermann blies sein Saxophon dann wieder nach den Zeichen in der Platte, die anschließend angedruckt wurde. Für einen Besucherbeitrag bitte Link betätigen und für Fotos bitte scrollen!

Beim Künstlergespräch am Mittwoch, 12. Juli 2017, 19.00 Uhr, zeigte u.a. Tina Flau einige ihrer begeisternden Künstlerbücher.

 

Hot and Cold

Etchings

by Tina Flau and Eberhard Hartwig

17 June – 18 July 2017

Opening: Saturday, 17 June 2017, 17-20 o‘clock

Speech: Reinhard Griebner, Cultural Scientist / Journalist & Author

Music: Hinrich Beermann, saxophone

Finissage/Artist talk: Wednesday, July 12, 2017, 7 pm

 

The 100th exhibition at the Druckgraphik-Atelier (print graphic studio) presents cold needle etchings in the shape of prominent lines and surfaces in the opposite position of etched depth – reduction pure: retraction by omitting instead of overloading.

 

Tina Flau, born in Scharnebeck in 1962, after an apprenticeship in organic farming, studied agriculture in 1981-1988, followed by painting / graphics at the Alfter-Bonn art college until 1991, and 1994-99 painting / graphic art at the Dresden Academy of Fine Arts.

Tina Flau’s works are characterized by constant research and inquiry, from formal conciseness and compaction to the sign. Everyday such as houses, sofas or plants are condensed when burrowing with the cold needle to codes of our environment.

„The slowness of the work process to this line for line in the plate sculpted images is essentially responsible for their expression. There are no casual strokes, no random lines or spots. Everything is decided, absolutely formulated. Correspondingly, the print has contrasting graphic lines and surfaces, colorful depths and a passion whose intensity is unrivaled. … Tina Flau uses the suggestive power of the term „worlds“, his ability to announce something far, complex and, at the moment, still hidden behind a picture „(Mathias Lindner, art scientist, director of the Neue Sächsische Galerie Chemnitz, 2004)

 

Eberhard Hartwig, born in Berlin in 1957, education and work as a type setter and printer, graphic art among others on W. Leber and at the Cultur Akademy, studied at the Berlin University of the Arts in 1995-97, and has headed the print-graphic studio since 1990.

Eberhard Hartwig’s works are “ depicting art with more or less strong tendencies to the non-figurative, the real templates have preceded or have stood godfather … They are pictures, in which reality seen penetrate with own feeling and creative design force, that to receive with their broken up, dissecting elements the character of original initially chiffres. … In addition, the principle of series duplication, which can be found in many of his pictures, the approach in their abstraction to the non-figurativity. … These images … are characterized by a density and depth, which the artist achieves through repeated overlays, through in itself interwoven structures and the entanglement of the spaces. Open forms enchant fixed builted.“ (Volkhard Böhm, art scientist, 2011)

Reinhard Griebner spoke at the opening of the 100th exhibition an appreciation, Brunhild Hauschild recited her poem as the same. Hinrich Beermann played music by Etchings by Eberhard Hartwig, this etched with a cold needle to the music and H. Beermann blew his saxophone again after the signs in the plate, which was subsequently printed. For a visitor contribution please click on the link.

During the artist talks on Wednesday, July 12, 2017, 7 pm, showed, among others Tina Flau some of her inspiring artist’s books.

 

     

     

       

            


 

Wege im Holz

 

 

Wege im Holz

Holzschnitte

von

Carsten Gille und Matthias Schroller

22. April 2017 – 30. Mai 2017

Eröffnung: Sonnabend, 22.04.2017, 17–20 Uhr,

Es sprach: Volker Henze – hier die Rede

Musik: Konstantin Popow, akustische Gitarre

 

Malerisch-expressive Farbholzschnitte aus der „verlorenen Form“ überwiegend von Hand gedruckt von Carsten Gille in einem spannenden Gegenüber zu den gebauten farbigen und schwarz-weißen Holzschnitt-Formen von Matthias Schroller präsentiert die 99. Ausstellung des Druckgraphik-Ateliers.

Carsten Gille, geboren 1959 in Berlin, studierte in Dresden 1979–1981 Germanistik und Kunsterziehung, brach dann ab, um sich ausschließlich der freien Kunst zu widmen und bildete sich als Autodidakt weiter durch intensive Konsultationen bei den Berliner Malern Harald Metzkes, Dieter Goltzsche, Lothar Böhme sowie Hans Vent. Diese „Berliner Schule“ orientierte sich an der „reinen Ästhetik“ der Cezanne´schen Bildauffassung. Dies verband Gille, seit 1982 auf einem Gehöft im erzgebirgischen Frauenstein sowie in Berlin lebend und arbeitend, mit der nachimpressionistischen Maltradition der Dresdner Schule zu einer eigenen Ausdrucksweise.

Carsten Gilles Malerei und Graphik – auch die hier gezeigte gedruckte – sind Visionen vom Leben, Modulationen farbiger Töne fast unabhängig vom Sujet des Bildes. Ob Garten oder Landschaft bzw. Szenen des Alltags, seine Arbeiten entfalten ihre Poesie und ihre Emotionalität aus dem Hell-Dunkel und der Farbe. Sie sind Lyrik in Tönen. Seine Holzschnitte sind fast ausschließlich mit der verlorenen Form erarbeitet, der Prozeß des Druckablaufes hat bei ihm eher etwas Experimentelles, da er auf jede neue gedruckte Farbe neu reagiert und daher auch vorher nicht weiß, wie viele Farben er drucken wird. Auch ist die meist kleine Auflage nicht total homogen, es gibt Farbabweichungen, so das eigentlich jeder Druck Unikatcharakter hat.

Matthias Schroller, geboren 1963 in Gardelegen/Altmark, absolvierte in den achtziger Jahren ein Pädagogik-studium Kunsterziehung und Deutsch an der Universität Greifswald. Mit einem Forschungsstipendium studierte er an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee Malerei bei Dieter Goltzsche. Anschließend war er zwei Jahre bis 1993 mit einem Gastlehrauftrag in der Kunsterzieherausbildung in Greifswald tätig, betreute die dortige Druckwerkstatt und gab Kurse für Malerei und Radierung. 1994–1999 studierte er Malerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Max Uhlig, bis 2001 war er Meisterschüler bei diesem. Seitdem ist er, lebend in Dresden, freiberuflich als Maler, Grafiker und in der Denkmalpflege tätig.

Matthias Schroller´s überwiegend linienbasierte Holzschnitte zeigen seine Technik das Hell-Dunkel zu steuern sowie Flächen zu beleben und erinnern dadurch zuweilen an Schnitte früherer Jahrhunderte. Sein Weg führte ihn über, von den japanischen Meistern angeregte, gedämpfte Farbholzschnitte und Varianten des Hell-Dunkel-Schnittes im Clair-Obscur-Verfahren zur Balance des reinen Schwarz-Weiß; neuere Arbeiten von ihm verknüpfen diese Verfahren. Seine Schnitte entwickelt er überwiegend auf der Platte anhand weniger gezeichneter Linien, die die ungefähre Richtung vorgeben. In seinen Graphiken flattert das Licht auf dem geschwärztem Grund und führt zu Erinnerungen an Formen unseres Umfeldes: ein magisches Gewebe.

 

 

Ways in the wood

Woodcutting

by Carsten Gille and Matthias Schroller

22 April 2017 – 30 May 2017

Opening: Saturday, 22 April 2017, 17–20 o‘clock

Speech: Volker Henze

Music: Konstantin Popow, acoustic guitar

 

Picturesque expressive color woodcuts from the „lost form“ predominantly hand-printed by Carsten Gille in an exciting contrast to the built colored and black and white woodcut forms by Matthias Schroller presents the 99th exhibition of the Druckgraphik-Atelier (printing graphics studio).

Carsten Gille, born in Berlin in 1959, studied German and art education in Dresden in 1979-1981 and then broke off to devote himself exclusively to free art. He had education further as an autodidact through intensive consultations with the Berlin painters Harald Metzkes, Dieter Goltzsche, Lothar Böhme and Hans Vent. This „Berlin school“ was based on the „pure aesthetics“ of the Cezanne picture conception. Gille, since 1982 who had been living and working on a homestead in the Erzgebirge Frauenstein as well as in Berlin, combined this with the post-Impressionist painting tradition of the Dresden school to his own expression.

Carsten Gilles painting and graphics – also the printed ones shown here – are visions of life, modulations of colored tones almost independent of the subject of the picture. Whether garden or landscape or scenes of everyday life, his works unfold their poetry and their emotionality from light-darkness and color. They are lyric in tones. His woodcuts are almost exclusively developed with the lost form, the process of the printing process is somewhat experimental, because he reacts to every new printed color and therefore does not know beforehand how many colors will be printed. Also the mostly small edition is not totally homogeneous, there are color deviations, so that actually every print has unique character.

Matthias Schroller, born in Gardelegen/Altmark in 1963, completed a pedagogy studies art education and German in the 1980s at the University of Greifswald. With a research fellowship he studied at the Art college/Kunsthochschule Berlin-Weißensee painting at Dieter Goltzsche. Afterwards, he worked for two years until 1993 as a guest lecturer in the art teacher education in Greifswald, where he supervised the printing workshop there and gave courses for painting and etching. From 1994-1999 he studied painting at the Dresden University of Fine Arts at Max Uhlig, until 2001 he was a masterclass at this. Since then, living in Dresden, he has been working as a freelance painter, graphic artist and in the preservation of monuments.

Matthias Schroller’s predominantly line-based woodcuts show his technique the light-dark to steer as well as to vivify areas, and thereby sometimes reminiscent of wood engravings of earlier centuries.

His path led him, via, stimulated by the Japanese masters, muted color woodcuts and variants of the light-dark cut in the Clair-Obscur method, to the balance of the pure black and white; recent work of him linking these procedures. He develops his cuts mostly on the plate using less drawn lines, which indicate the approximate direction. In his graphics the light flapping on the blackened ground and leads to memories of forms of our surroundings: a magical texture.

 

 

                  


 

Aus dem druckgraphischen Werk

 

 

Aus dem druckgraphischen Werk

Lithographien und Radierungen

von

Gerhard Rommel (1934-2014)

11. Februar – 04. April 2017    –    in Vereinbarung bis 08.04. zu sehen!

Ausstellungseröffnung: Sonnabend, 11. Februar 2017, 17-20 Uhr

Rede: Dr. Peter Michel, Kunsthistoriker

 

Mit Lithographien und Radierungen von Gerhard Rommel präsentiert die 98. Ausstellung des Druckgraphik-Ateliers im 3. Todesjahr – mit der Eröffnung einen Tag nach seinem Geburtstag: er wäre 83 Jahre alt geworden – eine kleine Druckgraphik-Werkauswahl des am 10.02.1934 in Schalkau/Thüringen geborenen Künstlers. Der 1848-1951 an der Fachhochschule für Spielzeug und Keramik in Sonneberg ausgebildete Keramikmodelleur beendete 1958 sein Studium an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Berlin-Weißensee bei Heinrich Drake und Theo Balden. Von 1963-1965 war er Meisterschüler an der Deutschen Akademie der Künste Berlin bei Fritz Cremer.

Seit 1962 waren Rommel´s Arbeiten in zahlreichen Einzel- und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland zu sehen und er erhielt mehrere Preise für sein Werk. Er lebte und arbeitete zuletzt bei Gransee.

Gerhard Rommel ist bekannt als Bildhauer – viele Skulpturen befinden sich im öffentlichen Raum -, Medailleur, Münzgestalter und Maler. Es entstanden u.a. etwa 100 Malerbildnisse. Wie sein Mentor an der Akademie der Künste, Fritz Cremer, war auch er Graphiker.

Sein dauerhaftes Ringen um die dreidimensionale Form zum Wesenhaften, zu sinnbildlicher Verallgemeinerung und Harmonie zu bringen, findet sich auch in seinen Druckgraphiken, Zeichnungen und Aquarellen. „Es kommt aus seiner Gesamtperson: ein lustbetonter Drang nach plastischer Formung, ein solides Handwerk, ein von ursprünglicher Freundlichkeit und Liebe geprägtes Menschenbild, die Energie des Ausdrucks, die Einheit von Schlichtem und Tiefgründigem, eine unstillbare Produktivität, Lebensbejahung und das Beherrschen der Spannungen von Proportionen und Volumen. … Am deutlichsten spürt man das in seinem Bauernkriegszyklus von 1975, der aus 10 Lithographien besteht … Eines dieser Lithos – »Bauer und Fürst« – ist durch Verzicht auf einen Hintergrund so auf den Punkt gebracht, dass man meint, ein direktes Vorbild für ein Hochrelief oder eine Medaillen-Vorderseite zu entdecken. Der ganze Zyklus atmet dieses Streben nach knapper, eindeutiger Darstellung … Zyklen zum Bauernkrieg gab es in der Kunstgeschichte öfter. Wer denkt da nicht an die Bildhauerin, Zeichnerin und Graphikerin Käthe Kollwitz? Doch Gerhard Rommel findet hier seine ganz eigene, klare Sprache, die in der Tradition eines Max Lingner, Bert Heller oder Hans Baltzer steht …“ (zitiert nach Dr. Peter Michel, Katalog zur Ausstellung)

 

 

Out the printed graphic work

Lithographs and Etchings

by

Gerhard Rommel (1934-2014)

11 February – 4 April 2017

Opening: Saturday, 11 February 2017, 17-20 o‘clock

Speech:  Dr. Peter Michel, art historian

With lithographs and etchings by Gerhard Rommel presents the 98th exhibition of the printing graphics studio in the third year of his death – with the opening one day after his birthday: he would have become 83 years old – a small print graphics selection of the works of the on 10.02.1934 at Schalkau/Thuringia born artist. The ceramic sculptor, trained at the University of Applied Sciences for toys and ceramics at Sonneberg from 1848-1951, finished his studies at the Academy of Fine Arts and Applied Arts at Berlin-Weißensee by Heinrich Drake and Theo Balden in 1958. From 1963-1965 he was a Masters alumni at the German Academy of the Arts Berlin by Fritz Cremer.

Since 1962, Rommel‘s work has featured numerous solo and exhibition engagements at Germany and abroad, and he has received several prizes for his work. He lived and worked most recently at Gransee.

Gerhard Rommel is known as a sculptor – many sculptures are in public space -, medalist, coin designer and painter. It arosed among other things, about 100 painter portraits. Like his mentor at the Academy of Arts, Fritz Cremer, he was also a graphic artist.

His permanent struggle to bring the three-dimensional form to an essential, to a symbolic generalization and harmony is also found in his print graphics, drawings and watercolors. „It comes from his whole person: a lusty urge to sculpture, a solid craft, a human image marked by original kindness and love, the energy of expression, the unity of simplicity and profundity, an insatiable productivity, life affirmation and the mastery of tensions Proportions and volume. … One of these lithos – „peasant and prince“ – has been brought to the point by a renouncement of a background so to the point that one thinks a direct A model for a high-relief or a medal front. The whole cycle breathes this quest for a concise, clear representation … Cycles to the peasant war have existed more often in art history. Who does not think of the sculptress, draftsman and graphic artist Käthe Kollwitz? But Gerhard Rommel finds here his very own, clear language, which is in the tradition of a Max Lingner, Bert Heller or Hans Baltzer …“ (cited by Dr. Peter Michel, catalog of the exhibition)

 

 

     

                 


 

Jahresrückblick XVI

 

 

Jahresrückblick XVI

Cyanotypien, Linolschnitte, Lithographien, Monotypien, Radierungen und Prägedrucke

von

Falko Behrendt, Gerrit M. Bekker, Ingrid Goltzsche-Schwarz, Eberhard Hartwig, Rahel Mucke, Sophie Natuschke und Max Stock

10. Dezember 2016 – 24. Januar 2017

Ausstellungseröffnung: am Sonnabend, 10.12.2016, 17-20 Uhr

Musik: Juri Tarasenok, Bayan

 

Damit werden in der 97. Ausstellung des Druckgraphik-Atelier zum sechzehnten Mal weitere druckgraphische Arbeiten von diesmal sieben Künstler_innen nebeneinandergestellt, welche im vergangenen Jahr hier ihre Arbeiten präsentierten. Sie sehen die unterschiedlichen Intentionen sowie in ihrer Arbeitsweise verschiedenen Positionen. Alle eint die „Liebe“ zur Druckgraphik. Gegenständlich-figurative Formulierungen stehen in spannungsreichem Kontrast zu stark abstrahierenden Auffassungen. Die thematische Spannbreite erstreckt sich unter anderem von landschaftlichen Motiven, Figuren, Tieren und Märchenhaftes bis zu minimalistischen zeichenhaften Elementarformen im spielerischen Zueinander. Lineares, schwungvoll oder kratzig-spröde, dagegen Flächiges, ist allen Maler-/GraphikerInnen gemeinsam. Es sind schwarz-weiße sowie auch mehrfarbige Arbeiten in sensiblen Abstufungen, die Formate reichen von zirka 9 x 8 cm bis ca. 80 x 60 cm und können eventuell auf Wunsch bei Erwerb auch gleich mit oder ohne Rahmen mitgenommen werden.

.

Yearly Review XVI

Cyanotypes, linocuts, lithographs, monotypes, etchings and preprints

from

Falko Behrendt, Gerrit M. Bekker, Ingrid Goltzsche-Schwarz, Eberhard Hartwig, Rahel Mucke, Sophie Natuschke und Max Stock

10 December 2016 – 24 January 2017

Opening of the exhibition: Saturday, 10.12.2016, 17-20 o’clock

Music: Yuri Tarasenok, Bayan

In the 97th exhibition of the Druckgraphik-Atelier (printing-graphic studio), seven artists will present their other prints for the sixteenth time. They see the different intentions as well as in their working different positions. All unite the „love“ to print graphics. Objective-figurative formulations stand in tense contrast with highly abstracting conceptions. The thematic range stretches, among other things, from landscape motifs, figures, animals and fairy tales to minimalistic, signi fi cant elementary forms in the playful relationship. Linear, powerful or scratchy-brittle, but area, is common to all painter / graphic artists. They are black-and-white as well as multi-colored works in sensitive grades, the formats range from approximately 9 x 8 cm to approx. 80 x 60 cm and can be taken with or without frame if desired.

 

Falko Behrendt, Erntezeit, 2011, farbige Radierung, 32,8 x 24,5 cm   G. Bekker, Die Aufgabe der Himmelsrichtung, Monotypie     E. Hartwig, ZWISCHENSTUECK, 05/2016, Kreidelithographie, 24,5 x 18,5 cm auf 33 x 25,5 cm RICHARD DE BAS A Ambert d´Auvergne comme en 1326 Papier, sign 10/10   R. Mucke, Landschaft, 2015, Kaltnadel, Tusche, 15 x 15 cm   S. Natuschke, Winter Reise zu Henry Purcell, 2014, Kaltnadelradierung, 52,5 x 64 cm   M. Stock, Sarah, 2016, Radierung, 20 x 30 cm, sign. e.a.

  Juri Tarasenok, Bayan, 10.12.2016     Max Stock, Ruth und Franziska, beides Kaltnadelradierungen     Ingrid Goltzsche-Schwarz, zwei Mehrfarb-Linolschnitte   Eberhard Hartwig, Aquatinta und drei Lithographien     Falko Behrendt, zwei Farbradierungen   Sophie Natuschke, "Immigranten/Wildnisse", jeweils Kaltnadel mit Cyanotypie


 

 

Die Ewigkeit des Augenblicks

 

 

Die Ewigkeit des Augenblicks

Radierungen und Prägedrucke

von

Rahel Mucke und Max Stock

05. November  bis 06. Dezember 2016

Eröffnung: Sonnabend, 05. November 2016, 17-20 Uhr

Einführende Worte: Dr. Brigitte Döbert

Musik: Alexander Beierbach, Saxophon

 

Druckgraphik von Rahel Mucke, geboren 1963, Malerin/Aquarellistin und Graphikerin, sowie des 1948 geborenen Max Stock, bekannt als Grafiker/Plakatgestalter und Maler; präsentiert die 96. Ausstellung des Druckgraphik-Ateliers ab 05. November 2016.

Rahel Mucke, die von 1983-1985 Grafik-Design studierte und seit 2003 zahlreiche Ausstellungen hatte, zeigt poetisch-abstrahierte Graphiken, mit Linien voller Schönheit und Individualität. Sie erforscht ihre Umwelt, die Räume, die Emotionen, wie auch Gedichte, und aus diesen inneren Bildern erwachsen Stück für Stück ihre Arbeiten.

Max Stock, der seit seinem Studium der Gebrauchsgrafik 1968-71 in Berlin und seit 1974 freischaffend tätig, ist ein bedeutender Teil der Berliner Kunstszene, lebt und arbeitet seit 1996 in Berlin-Prenzlauer Berg. Er hat seit 1974 Ausstellungen im In- und Ausland; seine Arbeiten sind in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten. Max Stock ist meist unterwegs, er zeichnet unentwegt, prägt sich die Welt zeichnerisch ein, bevor sie dann in den unzähligen Skizzenbüchern quasi in den Pausen des Sehens, festgehalten wird, um sie dann später auf kostbareren Papierblättern erneut entstehen zu lassen.

Das Arbeiten mit der Linie, einerseits schwungvoll und dagegen kratzig-spröde in Kaltnadel wie auch in Ätzradierungen, ist den beiden Maler-/GraphikerInnen gemeinsam. Und dieser Linientanz wird ergänzt durch den sparsamen Einsatz von Farbe in kleinen Flächen. Beider Arbeiten zeigen eine Reduktion im Formalen, Konzentration im Wesentlichen – Strich und Farbflächen schaffen Harmonie und Atmosphäre.

 

Die einführenden Worte von Dr. Brigitte Döbert zur Eröffnung am Sonnabend, 05. November 2016, können Sie hier nachlesen.

 

 

The eternity of the moment

Etchings and embossed prints

from

Rahel Mucke and Max Stock

05 November to 06 December 2016

Opening: Saturday, 5 November 2016, 17-20 o’clock

Introductory words: Dr. Brigitte Döbert

Music: Alexander Beierbach, saxophone

Print graphic by Rahel Mucke, born in 1963, painter / watercolor artist and graphic artist, as well as by Max Stock, born in 1948, known as a graphic artist / poster designer and painter; presents the 96th exhibition of the Druckgraphik-Atelier (printing graphics studio) from 5 November 2016.

Rahel Mucke, who studied graphic design from 1983 to 1985 and has had numerous exhibitions since 2003, shows poetic-abstracted graphics, with lines full of beauty and individuality. She explores her environment, the spaces, the emotions, as well as the poems, and from these inner pictures, piece by piece her works.

Max Stock, who has been active in Berlin since 1968, and has been working freelance since 1974, is an important part of Berlin’s art scene, has lived and worked in Berlin-Prenzlauer Berg since 1996. Since 1974 he has exhibitions at germany and foreign countries, his works are represented in numerous public and private collections. Max Stock is usually on the road, he draws constantly, the world impressively impresses himself, before it is then fixed in the countless sketchbooks almost in the breaks of the seeing, in order then to re-create them later on more precious paper sheets.

Working with the line, on the one hand vigorous and, on the other hand, scratchy and brittle in dry point as well as in etchings, is common to the two painter / graphic artists. And this linearity dance is complemented by the economical use of color in small areas. Both works show a reduction in the formal, concentrating essentially – dashes and color surfaces create harmony and atmosphere.

The introductory words of Dr. Brigitte Döbert, opening on Saturday, November 5, 2016, can be read here in german.

 

M. Stock, Zweige, 2016, Radierung, 20 x 30 cm, sign. e.a.   R. Mucke, Schlafender und wachender Turm, 2013, Reservage, Kaltnadel, 9,5 x 13 cm     Alexander Beierbach, Tenorsaxophon, 05.11.2016, Foto: B. Lau   Rahel Mucke mit Blumen, 05.11.2016, Foto: B. Lau    M. Stock, Kaltnadelradierungen, 2013 bis 2016


 

Erzähllandschaften

 

 

Erzähllandschaften

Radierungen und Lithographien

von Falko Behrendt

10. September – 11. Oktober 2016

Eröffnung: Sonnabend, 10.09.2016, 17-20 Uhr

Musik: Hinrich Beermann, Saxophon

 

Mit Radierungen und Lithographien von Falko Behrendt präsentiert die 95. Ausstellung des Druckgraphik-Ateliers im 65. Lebensjahr des im Mai 1951 in Torgelow/Vorpommern geborenen Künstlers eine kleine Druckgraphik-Werkauswahl. Der gelernte Betriebsschlosser beendete 1975 sein Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei u.a. Günter Horlbeck und Gerhard Kettner mit dem Diplom als Maler und Graphiker.

Falko Behrendt beteiligte sich seit 1973 an über 450 Gemeinschaftsausstellungen und zeigte etwa 350 Einzelausstellungen im In- und Ausland.  Arbeiten von ihm befinden sich in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen im In- und Ausland. Er lebt und arbeitet in Lübeck, erhielt mehrere Preise und Stipendien.

Bestimmend ist seine große Experimentierfreude im Bereich von Hoch-, Tief-, Färb- und Prägedruck, Siebdrucke und Übermalungen der Drucke sind nicht selten und ergänzen sein im Weiteren aus Zeichnungen, Collagen und Gouachen bestehendes Werk.  Seine Themen sind Landschaften, Figuren und Clowns u.a. im Theater, in der Literatur sowie Märchenblätter. Vorherrschend ist die Gegenüberstellung großer Formen und  – auch in dieser – kleinteiliger Bildelemente. In seinen in mehreren Stufen geätzten Aquatinta- und Strichradierungen breitet sich, wie in den lavierten Lithographien, die ganze Palette unterschiedlichster Schwarz- und Grautöne sowie Farbvaleurs aus.

 

 

Telling Landscapes

Etchings and lithographs

by Falko Behrendt

10. September – 11. October 2016

Opening on Saturday, 10. September 2016, 17-20 clock

Music: Hinrich Beermann, saxophone

With etchings and lithographs of Falko Behrendt the 95th exhibition of the Druckgraphik-Atelier (printmaking studio) presents in the 65th year of the in May 1951 born in Torgelow / Vorpommern artist a small Printmaking work selection. A trained fitter finished 1975 his studies at the Dresden Academy of Fine Arts at inter alia Günter Horlbeck and Gerhard Kettner with a diploma as a painter and graphic artist.

Falko Behrendt participated since 1973 in more than 450 group exhibitions and showed about 350 solo exhibitions in Germany and abroad. Works by him are in numerous public and private collections in Germany and abroad. He lives and works in Lübeck, received several awards and grants.

Determinative is its great joy in experimentation in the field of high, deep, color and embossed printing, screen prints and painting over the prints are not uncommon and complement its in more of drawings, collages and gouaches existing work. His themes are landscapes, figures and clowns inter alia in the theater, in literature and fairytale sheets. Dominating is the juxtaposition of large forms and – even in this – small-scale picture elements. In his etched in several steps aquatints and line etchings is spreading as like the tacked about lithographs, the entire range of different black and grays, and color values.

 

 

Falko Behrendt, Erntezeit, 2011, farbige Radierung, 32,8 x 24,5 cm   Falko Behrendt, Hängende Gärten, 2001, Farbradierung   Falko Behrendt, Über Wege, 2011, farbige Radierung, 37,2 x 28,8 cm   Hinrich Beermann, Saxophon

     

F. Behrendt, 10 Farbradierungen, 2000-2014   F. Behrendt, "von Einem der auszog ...", 2003/2006, und "der Schweinehirt", 2003/2015, beides Farbradierungen  


 

Nachbarn

 

 

Nachbarn

Radierungen, Lithographien und Monotypien

von

Gerrit M. Bekker und Eberhard Hartwig

11. Juni – 12. Juli 2016

Eröffnung: Sonnabend, 11.06.2016, 17 – 20 Uhr

Musik: FuxDeLuxe-Duo, Heinz Fuchs, Guitar & Vocals und Andy Sire, Doublebass & Vocals

Please scroll for the english version!

 

Druckgraphik des 1943 als Gerrit Michaelis Magatini in Hamburg geborenen Deutsch-Griechen Gerrit M. Bekker, bekannt als Literat, verfasst Prosa sowie Lyrik; aber ebenso ist er Bildhauer und Maler; sowie von Eberhard Hartwig, geboren 1957 in Berlin, Maler und Graphiker, präsentiert die 94. Ausstellung des Druckgraphik-Ateliers ab 11. Juni 2016.

Gerrit M. Bekker, der seit Jahrzehnten ein bedeutender Teil nicht nur der norddeutschen Kulturszene ist, lebt und arbeitet seit 1995 in Berlin-Prenzlauer Berg und seit 1996 in Lindewitt nahe der dänischen Grenze. Sein Malereistudium in Kiel schloß er 1971 als Meisterschüler von Gottfried Brockmann ab und hat seit 1962 Ausstellungen sowie Lesungen seiner veröffentlichten Bücher im In- und Ausland. Er erhielt zahlreiche Stipendien und Preise, u.a. den Hebbelpreis für Literatur und den Kunstpreis des Landes Schleswig-Holstein.

Gerrit M. Bekker zeigt „innere Bilder“ – die von Träumen, Visionen und gelebten Gefühlen erzählen – von frühen Mezzotinten und Ätzradierungen, welche tonwertreich noch dem Gegenständlichen, z.T. direkt vor Ort Skizzierten näher anverwandelt sind, bis hin zu aktuellen Arbeiten, die sich mit kürzelhaftem Gestus, mit Verwischungen und Verfremdungen figürlicher Elemente jeder Eindeutigkeit entziehen. Auch dichterische Fragmente oder ganze Texte bringt er mit auf das Papier. Bei ihm ist alles eins: Malen und schreiben, zeichnen und gestalten.

Eberhard Hartwig, der das Druckgraphik-Atelier auch betreibt, stellt den Arbeiten seines Nachbarn ebenso teils gegenständliche, direkt pleinair entstandene, sowie abstrahierte Graphiken zur Seite. Auch er, der nach einigen Ausbildungen das Studium an der damaligen HdK 1997 abschloß, ist in der Kunstszene kein unbekannter; u.a. sind seit 1988 seine Werke auf nationalen wie internationalen Ausstellungen zu sehen.

Lesung am 29. Juni, 19.30 Uhr: G. M. Bekker, Lyrik und Prosa

 

 

Nachbarn / neighbors
Etchings, lithographs and monotypes

by

Gerrit M. Bekker and Eberhard Hartwig

11. June  to 12. July 2016

Opening: Saturday, 11/06/2016, 17 – 20:00
Music: FuxDeLuxe-duo Heinz Fuchs, Guitar & Vocals and Andy Sire, Double Bass & Vocals

 

Printmaking by the born in 1943 as Gerrit Michaelis Magatini in Hamburg German-Greek Gerrit M. Bekker, known as a writer, wrote prose and poetry; but as he is a sculptor and painter; and Eberhard Hartwig, born in 1957 in Berlin, painter and graphic artist, presented the 94th exhibition of Druckgraphik-Atelier/printmaking studio from 11 June 2016.

Gerrit M. Bekker, a significant part is not only the northern German cultural scene for decades, lives and works since 1995 in Berlin-Prenzlauer Berg and since 1996 in Lindewitt near the Danish border. His painting studies in Kiel he joined in 1971 as a pupil of Gottfried Brockmann and has since 1962 exhibitions and readings of his published books at Germany and foreign countries. He has received numerous grants and awards, among others the Hebbel Prize for Literature and the Arts Award of the Land Schleswig-Holstein.

Gerrit M. Bekker shows „internal images“ – the telling of dreams, visions and lived feelings – from early Mezzotints and etchings which many range of tones yet from figurative partly locally outlined are appropriates closer to recent works that escape with abbreviations gesture, with blurs and distortions of figurative elements of any uniqueness. Also poetic fragments or whole texts he brings to the paper. With him everything is one: painting and write, draw and shape.

Eberhard Hartwig, who also operates the printmaking studio, stands the work of his neighbor also partly representational, directly resulting pleinair and abstracted graphics aside. Even he, the study concluded after some training at the former HdK in 1997, in the art world not unknown; et al are since 1988 to see his works at national and international exhibitions.

 

Reading on 29 June, 19.30: G. M. Bekker, poetry and prose

 

Heinz Fuchs, Gitarre, und Andy Sire, Doublebass,   Foto: B. Lau   Gäste bei der Eröffnungsmusik, 11.06.2016,   Foto: B. Lau   E. Hartwig und Gerrit Bekker im Gespräch,   Foto: B. Lau

Heinz Fuchs, Gitarre, und Andy Sire, Doublebass, mit Blumen,   Foto: B. Lau   Besucher im Gespräch   Gerrit M. Bekker, Radierungen von 1979/1980

Monotypien und Lithographien von Eberhard Hartwig   Im Fenster: E. Hartwig, o.T., 1979, Aquatinta, Strichätzung und Kaltnadel

G. M. Bekker, an der Eider, 1981, Kaltnadelradierung, 8,6 x 8,3 cm, sign 1/1   G. Bekker, kurz vor der Nacht, 1980, Aquatinta mit Strichätzung, 10,8 x 11 cm, sign 1/1   E. Hartwig, HIMMELWEIT, 04/2016, Strichätzung, 11,2 x 12,3 cm, sign. I e.a.

Gerrit M. Bekker liest, 29.06.2016   Hörer bei der Lesung Gerrit M. Bekker am 29.06.2016   Bei der Lesung G. M. Bekker, 29.06.2016

 


 

Ausstellungen 2016

Übersicht

 

Jahresrückblick XVI

Cyanotypien, Linolschnitte, Lithographien, Monotypien, Radierungen und Prägedrucke

10. Dezember 2016 bis 24. Januar 2017

hier mehr


 

Radierungen und Prägedrucke von

Rahel Mucke und Max Stock

05. November  bis 06. Dezember 2016

hier mehr


 

Erzähllandschaften

Radierungen und Lithographien von Falko Behrendt

10. September bis 11. Oktober 2016

hier mehr


 

Nachbarn

Radierungen, Lithographien und Monotypien von

Gerrit M. Bekker und Eberhard Hartwig

11. Juni bis 12. Juli 2016

hier mehr


 

Ingrid Goltzsche-Schwarz (1936-1992)

zum 80. Geburtstag

Radierungen, Algraphien und Linolschnitte

09. April bis 24. Mai 2016

hier mehr


 

kaltgepresst

Radierungen und Cyanotypien von

Sophie Natuschke

13. Februar bis 15. März 2016

hier mehr


 

 

Ingrid Goltzsche-Schwarz

 

 

Ingrid Goltzsche-Schwarz (1936-1992)

zum 80. Geburtstag

Radierungen, Algraphien und Linolschnitte

09. April bis 24. Mai 2016

Eröffnung: Sonnabend, 09.04.2016, 17-20 Uhr

Laudatio: Prof. Dr. Ada Raev, Kunsthistorikerin, Berlin/Bamberg

Musik: Axel Gresch, Gitarre, spielt Klassik und Chansons

Please scroll for the english version!

 

Mit Radierungen, Algraphien und Linolschnitten von Ingrid Goltzsche-Schwarz präsentiert die 93. Ausstellung des Druckgraphik-Ateliers zum 80. Geburtstag (am 16.06.1936), der am 30. Juli 1992 in Berlin mit nur 56 Jahren verstorbenen, zu früh aus ihrem schaffensvollen Leben gerissenen Malerin und Graphikerin, eine kleine gedenkende Druckgraphik-Werkauswahl.

Ingrid Goltzsche-Schwarz war ausgebildete Chemigraphin und studierte Buchhändlerin, und – wie man so sagt – Autodidaktin ohne akademisch-künstlerische Ausbildung. Mit 15 Jahren, 1951 begann sie den Zeichenunterricht bei Eberhard. Tacke, seit 1960 dann bei Dieter Goltzsche, den sie ein Jahr später heiratete. Mit ihm und Charlotte E. Pauly hatte sie anregende sowie fordernde Lehrer zur Seite und ihr Gestaltungs­drang und ihr höchst kultiviertes Farbempfinden ließ ein anerkanntes reiches Gesamtwerk von ca. 5 000 Arbeiten voll malerischer, zeichnerischer und druckgraphischer Virtuosität entstehen. Ihre Arbeiten waren  seit 1974 auf nationalen wie internationalen Ausstellungen und sind in zahlreichen öffentlichen Sammlungen vertreten.

Ihre Sujets waren der Mensch, Tier, Landschaft – bevorzugt der Darß – und Stillleben, sowie Arbeiten zu literarischen Vorlagen und zur Musik. Manchmal sind die Motive von einem natürlich-unbefangenen Empfinden geprägt, erarbeitet wurden sie dennoch in einer eher herben Bildsprache. In den letzten zehn Jahren ihres Lebens kam Ingrid Goltzsche-Schwarz zu immer reduzierteren Formen.

„Die Grundformen der Bildgegenstände sind großzügig angelegt, während innerhalb der Konturen, von aneinandergrenzenden Farbflächen oder Strichelun­gen, weniger von Umrißlinien gebildet, Schraffuren verschiedenster Form ein häufig dynamisches, erregtes Eigenleben führen. Eben daraus ergibt sich wohl auch die Spannung ihrer Blätter, egal, welchen Formats sie sind und welcher Technik sie zu­gehören.“ (Ada Raev, 1992) So war die Technik der Algraphie für sie eine besonders ideale für das Leichte, Melodische, Impressive. Trotz teilweiser Melancholie ist dann da wieder ein verspielter, heiterer Sinn. Bei der Radierung „Stilleben – Fenster, 1978“ möchte man glauben sie hätte sich an Matisses Stillleben berauscht. Stille Akte vor Schloß oder am Meer sprechen von zeitloser Schönheit, das Pferd wird zum Symbol für Freiheit, aber auch für die Möglichkeit eines harmonischen Daseins von Mensch und Natur.

Ende der siebziger Jahre entdeckte Ingrid Goltzsche-Schwarz den Farblinolschnitt für sich, perfektionierte ihn und fand in der Technik des „verlorenen Schnittes“ eine ihr gemäße eigenwillige künstlerische Ausdrucksform.

Für ihre Graphiken erhielt die Künstlerin mehrere Preise.

1997 war die letzte Ausstellung „Hommage à Ingrid Goltzsche-Schwarz – Farblinolschnitte, Aquarelle und Radie­rungen“ im „Haus am Myliusgarten“, Berlin-Friedrichshagen, unter Federführung des Kulturamtes Berlin-Köpenick, welches dazu einen Katalog herausgab und in dessen Artothek der Nachlaß aufbewahrt wird, zu sehen. Der Artothek danken wir für die Kooperation und ihr sowie den privaten Leihgebern für die Zur-Verfügungstellung der Arbeiten.

 

 

Ingrid Goltzsche-Schwarz (1936-1992)

for the 80th birthday

Etchings, Algraphien and linocuts

09 April to 24 May 2016

Opening on Saturday, 09.04.2016, 17-20 PM

Laudatio: Prof. Dr. Ada Raev, art historian, Berlin / Bamberg

Music: Axel Gresch, Guitar, playing classical music and Chansons

With Engravings Algraphien and linocuts by Ingrid Goltzsche-Schwarz presents the 93rd exhibition of the Druckgraphik-Atelier (printmaking studio) to their 80th birthday (on 16.06.1936), she died on 30 July 1992 in Berlin only 56 years old, provide full too soon from their life cracked painter and graphic artist, a small commemorating Printmaking plant selection.

Ingrid Goltzsche-Schwarz was trained and studied chemigraph and bookseller, and – as they say – an autodidact with no academic artistic training. With 15 years in 1951, she started drawing lessons at Eberhard Tacke, since 1960, then at Dieter Goltzsche, which she married a year later. With him and Charlotte E. Pauly had stimulating and demanding teacher aside and her creative urge and their highly sophisticated sense of color was a recognized rich oeuvre about 5 000 work full picturesquely, draughtsmanship and print graphic virtuosity arise. Her work has been since 1974 in national and international exhibitions and is represented in numerous public collections.

Her subjects were the humans, animals, scenery – preferably the Darß – and still life, and work to literary works and music. Sometimes the designs are characterized by a naturally-unprejudiced perception, elaborated they were still in a rather harsh imagery. In the last decade of her life Ingrid Goltzsche-Schwarz came to ever more reduced forms.

„The basic forms of image objects are spacious, while formed within the contours of contiguous areas of color or dashes, less of outlines, hatchings of different shapes perform a commonly dynamic, energized life of its own. Eben this results in probably the stress of their leaves, no matter what size they are and what technology they belong to.“ (Ada Raev, 1992) So was the technique of Algraphie for them particularly ideal for the Light, Melodious, Impressive. Despite partial melancholy is then back a playful, cheerful sense. In the etching „Still Life – Windows, 1978“ would like to believe they would be intoxicated with Matisse’s Still Life. Silence acts in front of castle or the sea speak of timeless beauty, the horse is a symbol of freedom, but also for the possibility of a harmonious existence of man and nature.

Late seventies discovered Ingrid Goltzsche-Schwarz the Linocut in colors for itself, perfected it and found in the art of the „lost cut“ an idiosyncratic her contemporary artistic expression.

For its graphics, the artist was awarded several prizes.

1997 was the last exhibition „Hommage à Ingrid Goltzsche-Schwarz – color lino, watercolors and etchings“ in „house Mylius garden“, Berlin-Friedrichshagen, under the auspices of the Cultural Office Berlin-Koepenick which this published a catalog and store it in its Artothek of estate is to see. The Artothek and other lenders we thank for their cooperation and the making available of the work position.

 

Foto Ingrid Goltzsche-Schwarz und Blumen zur Eröffnung, 09.04.2016   E. Hartwig begrüßt,   Foto: B. Lau   Ada Raev spricht,   Foto: B. Lau

E. Hartwig spricht zu den Techniken,   Foto: B. Lau   Axel Gresch spielt Gitarre,   Foto: B. Lau   Prof, Dr, Ada Raev mit Blumen,   Foto: B. Lau

I. Goltzsche-Schwarz, Geigerin, 1989, 6-Farb-Linolschnitt, 9 x 20 cm   Ingrid Goltzsche-Schwarz, Unzeitgemäße Trauer, 1990, colorierte Strichätzung, 14,2 x 15,1 cm   Ingrid Goltzsche-Schwarz, zu Amalia die Bärin, Farblinolschnitte

 

Ingrid Goltzsche-Schwarz, Akt vor europäischem Schloß, 1980, Kaltnadelradierung/dry point, 9,9 x 19,5 cm, sign 1/5   Ingrid Goltzsche-Schwarz, o.T., 1978, Kaltnadelradierung/dry point, 14,2 x 18,8 cm, sign 1/5   Ingrid Goltzsche-Schwarz, Pferde vor dem Reitstall, 1980, Kaltnadelradierung/dry point, 9,9 x 19,5 cm, sign 1/6

Ingrid Goltzsche-Schwarz, Buschwerk, o.J., Algraphie, 22,5 x 32,5 cm   Ingrid Goltzsche-Schwarz, Waldige Klänge, 1975, Algraphie, 22,5 x 31 cm, sign 1-14 II