Ausstellungen 2012

Übersicht

 

Jahresrückblick XII

Holzschnitte, Radierungen, Lithographien, Monotypien und Prägedrucke

von Gerrit Bekker, Günter Blendinger, Carsten Gille, Paul Torsten Hahn,

Eberhard Hartwig, Patrick Kaufmann und Rahel Mucke

1. Dezember 2012 – 29. Januar 2013

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Landschaften. Häuser, Wege, Himmel

Radierungen

von Ralf Hentrich

20. Oktober bis 27. November 2012

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Lithographien, Monotypien und Radierungen

von Eberhard Hartwig

11. August – 25. September 2012

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Un-unterbrochen

Druckgraphik aus den Jahren 1960-2006

von Burghild Eichheim-Keller

21. April – 12. Juni 2012

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Lithographien, Monotypien und Radierungen

von Eberhard Hartwig

13. Februar – 27. März 2012

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Jahresrückblick XII

Holzschnitte, Radierungen, Lithographien, Monotypien und Prägedrucke

1. Dezember 2012 bis 29. Januar 2013

von Gerrit Bekker, Günter Blendinger, Carsten Gille, Paul Torsten Hahn, Eberhard Hartwig, Patrick Kaufmann und Rahel Mucke

Damit werden im Druckgraphik-Atelier zum zwölften Mal neuere druckgraphische Arbeiten von sieben Künstlern nebeneinandergestellt, welche mit ihren Intentionen sowie ihrer Arbeitsweise verschiedene – aber verwandte – Positionen vertreten.

Dabei stehen stark abstrahierende Auffassungen in spannungsreichem Kontrast zu gegenständlich-figurativen Formulierungen. So finden sich unter anderem landschaftliche Motive, Akte, märchenhaftes und minimalistisch serielle Variationen über das spielerische Zueinander zeichenhafter Elementarformen.

Es entsteht eine klangvolle Korrespondenz zwischen den einzelnen Werken sowie auch der Werkstatt-Atmosphäre mit den Druckmaschinen und Werkzeugen. Zu sehen sind schwarz-weiße sowie mehrfarbige Arbeiten in sensiblen Abstufungen, die Formate reichen von 9 x 15 cm bis ca. 100 x 70 cm und können auf Wunsch bei Erwerb auch gleich mit oder ohne Rahmen mitgenommen werden.

Zur Vernissage am Sonnabend, dem 01.12..2012, 17-20 Uhr, waren fast alle Künstler anwesend. Es musizierte Julius Heise, Vibraphon, freie Improvisationen.

Julius Heise am VibraphonAusstellungsbesucher während der EröffnungsredeAusstellungsbesucherAusstellungsbesucher beim Jahresrückblick XIIJulius Heise, E. Hartwig und Gerrit M. BekkerArbeiten von Günter Blendinger und Gerrit M. Bekker

 


 

Landschaften. Häuser, Wege, Himmel

Radierungen von Ralf Hentrich

20. Oktober bis 27. November 2012

Ralf Hentrich, geboren 1965 in Zehdenick, lebt und arbeitet freischaffend in Altglobsow, wo die Mark Brandenburg landschaftlich in die Mecklenburgische Seenlandschaft übergeht. Dort ist alles vorhanden, was für ihn ein Bild benötigt: weitgestreckte Wälder mit einzelnen Baumriesen, versteckte Seen, Niederungen, Pappelalleen, Feldwege mit Telegrafenleitungen, Strohmieten, Findlinge, Zäune, Hochstände und Wolken.

Er „hat sich für das kleine – fast minimale – Format entschieden. In ihm entwickelt er seine aufregenden Choreographien der Dinge: Landschaften, Häuser, Wege, Himmel, selten die Figur. Aus den Verhältnissen von dickeren Linien zu dünneren, gestrichelten zu offenen Flächen, Volumen zu Transparenz, aus Linien und Schraffuren, mitunter nur angedeutet, aber notwendig in der Komposition, folgt das Erzählerische der Bilder: keine ausmalenden Epen, eher Aphorismen, kleine intelligente Blitzlichter, die in ihrer Tiefe aber ebenso inhaltsreich sein können wie diese.

Es gibt heitere und sonnige Landschaften, die ironisch mit der Ereignislosigkeit und Schlichtheit der märkischen Landschaft spielen, aber auch düstere und geheimnisvolle Regen- und Nachtszenen, in denen der Erlkönig lauert, in denen die Natur ihre mystischen Kräfte anzudeuten scheint. So schafft er in seinen Brandenburgischen Radierungen poetische Landschaften, die zugleich vertraut und fremd sind. Landschaften, die – weil sie individuell sind, weil sie genau und weil sie wissend-ironisch sind, weil der Blick in den Gegenstand ein- und durch ihn hindurch dringt –, vielleicht manchmal heimischer wirken als die realen. In der klassischen Ästhetik wurde das der „heitere Ernst“ der Kunst genannt.“      Aus: Peter Böthig, Buchtext, „Ralf Hentrich – Radierungen – Ruppin-Prignitzer Miniaturen“, 2010

 

 

Eröffnung war am Sonnabend, 20. Oktober 2012, 17 Uhr.

 

E. Hartwig und Ralf Hentrich bei der EröffnungsredeRadierungen von Ralf HentrichRadierungen von Ralf HentrichAusstellungsbesucherAusstellungsbesucherBlick ins Druckgraphik-Atelier mit Ausstellungsbesuchern

 


Lithographien, Monotypien und Radierungen

E. Hartwig, UNSTRUTBOGEN, 04/2012, Kaltnadelradierung, 16,6 x 13 cm

von Eberhard Hartwig

11. August – 25. September 2012

 

Präsentiert werden zum Teil unikate Kaltnadel- und Ätzradierungen, Monotypien sowie einige Lithographien aus den letzten Jahren. Die Bandbreite der Farbigkeit dieser Arbeiten nutzt ein strenges Schwarz-Weiß bis zu malerischen 4-Farb-Übereinanderdrucken. Hartwig´s Themen sind überwiegend Landschaften, bearbeitet teilweise bis zur Abstraktion sowie ganz neue Schrift-Bilder.

E. Hartwig hält die Eröffnungsrede2012-08-14 Arbeiten an der Radierpressen-WandKaltnadelradierungen von E. HartwigE. Hartwig, Zustandsdrucke von WIECKRAD, 06/2012, Kaltnadelradierung, 14,6 x 10,7 cm

 


Un-unterbrochen

B. Eichheim, Strandgut, 1974, Strichätzung, 17,8 x 24,6 cm

Druckgraphik aus den Jahren 1960-2006

von Burghild Eichheim-Keller

21. April – 12. Juni 2012

 

In über fünfzig Jahren künstlerischer Tätigkeit hat die jetzt in Berlin lebende Künstlerin Burghild Eichheim-Keller (geb. 1936, studiert 1955 bis 1963 in Stuttgart und Berlin) ein vielseitiges und umfangreiches Lebenswerk geschaffen. Ihre Arbeitsfelder in Malerei und Zeichnung, der Druckgraphik sowie in kleinplastischen Arbeiten sind Stillleben, Akte, Landschaftsbilder und von Anfang an bedeutsam: Porträts.

Präsentiert werden in dieser Ausstellung zum Teil unikate Kaltnadel- und Ätzradierungen sowie einige Siebdrucke aus den Jahren 1963 bis 2006. Burghild Eichheim-Keller´s Themen waren dabei Personen u.a. aus der Frauenbewegung, der Literatur, der Sport und die Architektur sowie Stilleben. Dabei bearbeitete sie ihre Sujets teilweise bis zur Abstraktion.

„Thematische Anregungen mögen von realen Beobachtun¬gen ausgegangen sein, sie vermischen sich aber mit kunst¬historischen Übernahmen. Die Künstlerin läßt sich sowohl von Werken der Antike und Renaissance anregen … als auch von den Klassikern der Moderne. Dürer oder Picasso, Cranach oder Chagall – das sind für sie keine sich ausschließenden Alternativen. Sie kombiniert die unterschiedlichen Einflüsse, läßt Antikisches und Mediterranes durchscheinen (Erinnerungen auch an frühere Spanienaufenthalte), um damit weniger ihrer Zeit denn ihrem Lebensgefühl Ausdruck zu geben. … Es sind wohl ausgewogene Kompositionen, die trotz des andersartigen Sujets die Stimmung des Trauten, Intimen und Sinnlichen fortführen.“

.                                                                    Aus: Michael Nungesser, Einführung in das druckgraphische Werk, 1993

 

Die Eröffnung war am 21. April 2012, Jula Dech führte ein Gespräch mit der Künstlerin. Alexander Danko, Bajan, spielte Musetten, Jazz u.a.

B. Eichheim, RadierungenB. Eichheim, RadierungenAlexander Danko musiziert auf dem BajanJula Dech spricht zu Burghild EichheimJula Dech und Burghild EichheimB. Eichheim, Rebecca II, 1987, Strichätzung, 16 x 22,5 cm

 

 


 

Lithographien, Monotypien und Radierungen

e. Hartwig, HOFEFELD, 3/2009, Kreide-Tusche-Schablithographie, 27 x 39cm

von Eberhard Hartwig

13. Februar – 27. März 2012

 

Präsentiert werden neue Kaltnadel- und Ätzradierungen aus den Jahren 2011/12 sowie selten gezeigte Druckgraphiken, hier auch Holzschnitte, Monotypien und Lithographien, aus den Jahren seit 1990. Aufgezeigt wird die Entwicklung von der Figürlichkeit zur Abstraktion in Erarbeitungsschritten und den unterschiedlichen Techniken. Die Bandbreite der Farbigkeit dieser Arbeiten nutzt ein strenges Schwarz-Weiß bis zu malerischen 4-Farb-Übereinanderdrucken. Auch der Entstehungs- bzw. Bezugsort ist weit gefächert: Italien, Frankreich, Dänemark und natürlich verschiedene Regionen Deutschlands. Viele dieser Graphiken beziehen sich auf bzw. zeigen Teile der vom Menschen geprägten (Kultur-)Landschaft, einige davon jedoch auch den Menschen selbst.

Zu den Öffnungszeiten und nach telefonischer Vereinbarung kann der Besucher bei der Herstellung von Druckgraphiken in den präsentierten Techniken dabeisein.