Wochenend-Workshop Druckgraphik Aquatinta / Radierung

 

 

Aquatinta / Radierung

Sonnabend + Sonntag / 16. + 17. Dezember 2017

(für Anfänger und Fortgeschrittene)

 

Der großartige Kupferstecher Albrecht Dürer fertigte bereits einige Meisterwerke der Radierung. Mit der Entwicklung eines geeigneten Kupfergrundes vervollkommnete sich die Strichätztechnik. Kein Geringerer als Rembrandt führte als „Magier der Radierkunst“ diese Disziplin zur Vollendung. Neue Techniken entwickelten sich, so etwa die Aquatinta-Radierung, die mit Goya ihren Höhepunkt fand. Bis heute haben diese Verfahren der großen Meister nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Wer die hohe Kunst der verschiedensten Techniken der Radierung einmal für sich erobert hat, der bleibt ihnen verfallen.

Die Teilnehmer werden in die Techniken der Radierung eingeführt und haben die zeitlich zusammenhängende Möglichkeit, mittels mehrstufiger Aquatinten und/oder Etching, Kaltnadel, Schabkunst bis Vernis mou und Druck einen eigenen Bildentwurf realisieren und noch am selben Wochenende in den Händen zu halten! Es ist ebenso experimentelles Arbeiten möglich. Zum Druck stehen zwei Pressen bis zum Format 80 x 100 cm bereit. Die praktische Arbeit wird mit Informationen zur Geschichte der Radierkunst und Kunstbetrachtungen begleitet. Bitte, wenn vorhanden, Zeichnungen o.a. mitbringen.

Sonnabend, 16.12.2017, 12.30-18.00 Uhr  –  Einführung, Vorbereiten der Platten und des Papiers, Arbeiten auf und Ätzen der Platten, Probedrucke, Möglichkeiten der Korrektur

Sonntag,      17.12.2017, 12.30-18.00 Uhr  –  Weiterarbeit an den Platten, Druck, Signierung von Probe- u. Auflagendrucken/Schlußbesprechung

Material : Zink-, Kupfer-, Etalonplatten sowie Papier können je nach Bedarf erworben werden / Verbrauchsmaterial (Farbe, Verdünnung etc.) sind in dieser Abrechnung enthalten, Werkzeug wird gestellt.

4 – 6 Teilnehmer

11 Zeitstunden   Entgelt: 100,00 € (inkl. 19% MwSt)

Verbindliche Anmeldung durch Überweisung bitte bis spätestens 08.12.2017

auf Konto E. Hartwig, IBAN:  DE 90100500004184611317 , Berliner Sparkasse, BIC:  BELADEBEXXX

Verwendungszweck: Aquatinta-Workshop Dez. 2017

Anmeldung: Bitte schicken Sie (zuzüglich der Überweisung) mir eine Email an druckgraphik-atelier@gmx.de oder klicken Sie auf den Button:

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Techniken

Blick ins Druckgraphik-Atelier  und auf die Litho-, Hochdruckabzieh- und Radier-Pressengroße Kupferdruckpresse sowie Färbe-ArbeitsplätzeBleihandsatz-Gasse

Blick ins Druckgraphik-Atelier und auf die Litho-, Hochdruckabzieh- und Radier-Pressen, die große Kupferdruckpresse sowie Färbe-Arbeitsplätze und die Bleihandsatz-Gasse

 

im Druckgraphik-Atelier mögliche Techniken sind:

Radierung: Kaltnadel/Dry point, Schabtechnik (Mezzotinto), Kreidemanier (Crayon), Arbeiten mit Fräsnadel und Graviergerät u.a., Strichätzung (Radierung / Etching), Aquatinta/Tonflächenätzung, Aussprengtechnik (Reservage), Weichgrund-/Durchdruckradierung (Vernis mou/Softground etching)

Lithographie/Steindruck: Kreide-, Feder- und Pinselzeichnung, Lavierung, Spritzmanier, Schabtechnik, Material-Abklatsch

Hochdruck/ Buchdruck: Holzschnitt, Linolschnitt, Materialdruck etc. und Blei-Handsatz

Monotypie

Papierschöpfen

Zeichnen und Malen

 

E. Hartwig, RADIERWERKZEUG, 11/2004, Kaltnadelradierung, teilweise geschabt, 9,5 x 14 cm

Radierung

Im Tiefdruck kann im Druckgraphik-Atelier von der Kaltnadelradierung über Ätztechniken/Aquatinta bis zum Kupferstich gearbeitet werden. Zur Verfügung stehen vorwiegend Zink- sowie Kunststoffplatten bis zu einem Format von ca. 65 x 80 cm und Kupferdruck-Büttenpapier zu einem günstigen Preis. Gedruckt wird auf zwei Radierpressen mit Drucktischformat 82 x 120 cm bzw. 40 x 85 cm.

Ätzradierungs-Arbeitsplätzean der großen Kupferdruckpresse, Vhs-Kurs, 1/2006Färbe-Arbeitsplätze, Hände beim Plattenauswischenkleine Kupferdruckpresse

Ätzradierungs-Arbeitsplätze …, an der großen Kupferdruckpresse (Vhs-Kurs 1/2006), Färbe-Arbeitsplätze und Hände beim Auswischen der Druckplatte, sowie die kleine Kupferdruckpresse

 

Radierung – die Tiefdruck-Kunst der alten Meister

Der großartige Kupferstecher Albrecht Dürer fertigte bereits einige Meisterwerke der Radierung. Mit der Entwicklung eines geeigneten Ätzgrundes vervollkommnete sich die Strichätztechnik. Kein Geringerer als Rembrandt führte als „Magier der Radierkunst“ diese Disziplin zur Vollendung. Neue Techniken entwickelten sich, so etwa die Aquatinta-Radierung, die mit Goya ihren Höhepunkt fand. Bis heute haben diese Verfahren der großen Meister nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Wer die hohe Kunst der verschiedensten Techniken der Radierung einmal für sich erobert hat, der bleibt ihnen verfallen. „Die Kunst steckt in der Natur, und wer sie her­ausreißen kann, der hat sie“, so Albrecht Dürer in seiner „Proportionslehre“ von 1528. „Heraus­reißen“, das meint zu Dürers Zeit nicht nur das Zeichnen, sondern auch das Ritzen. Lateinisch „radere“ bedeutet „kratzen, schaben, auskratzen, rei­nigen“. Radieren ist seitdem gleichbedeutend mit dem Einritzen einer Zeichnung (seitenverkehrt!) in eine Kunststoff- oder Metallplatte, ebenso auch in die Grundierung einer polierten, zu ätzenden Kupfer- oder Zinkplatte. Es wird also unterschieden zwischen den ´trockenen (kalten´ – ohne Säure) und den ´nassen´ Verfahren:

 

Kupferstich - die schwarze Kunst, 18. Jh, aus Racueil de Planches, Bd. 5, Paris 1767. Die Abbildung zeigt die Werkzeuge sowie schematische Arbeitsproben der Mezzotintoarbeit. Foto: München, Deutsches MuseumRadierung: Firnissen der Platte, Mitte 18. Jh., Kupferstich. Die Abbildung zeigt Radierwerkzeuge, Plattenhalter, Tampon, Wachsfackel und Wärmeplatte. Foto: München, Deutsches Museum

Kupferstich – die schwarze Kunst, 18. Jh, aus Racueil de Planches, Bd. 5, Paris 1767. Die Abbildung zeigt die Werkzeuge sowie schematische Arbeitsproben der Mezzotintoarbeit. Foto: München, Deutsches Museum

Radierung: Firnissen der Platte, Mitte 18. Jh., Kupferstich. Die Abbildung zeigt Radierwerkzeuge, Plattenhalter, Tampon, Wachsfackel und Wärmeplatte. Foto: München, Deutsches Museum

 

Trockene (mechanische) Verfahren

Kupfer- und Stahlstich

Er ist das älteste europäische künstlerische Tiefdruck-verfahren, die früheste mit 1446 datierte Arbeit „Geißelung Christi“ ist anonym aus der Region Oberrhein. Das mit hoher Präzision und Geschicklichkeit durchgeführte ´Ausstechen´ (eigentlich -schneiden) der Zeichnung mit und ohne sich kreuzenden Schraffuren mit dem Grabstichel in die glatte, polierte Oberfläche der Kupferplatte (ca. 1-3 mm stark; hohe Festigkeit und gleichzeitig Elastizität = hohe Auflagenstabilität) wird Kupferstich genannt. Dazu wird eine Lupe(nbrille) sowie ein Lederpolster für die sichere Haltung und Drehung (bei Kurven) der Platte verwendet. Typisches Druckbild-Merkmal ist der spitze Einstich-Beginn, parallele (bei Meistern auch schwingende = mit Taille) Ränder und ein sich leicht verjüngender, dann scharfer Metallabhub in der Linie. Es ist kein Ausbluten (Druckfarben-Schatten) sichtbar.

Kaltnadel(-radierung / Dry-point / Pointe sèche)

Ist die, da mit wenigsten Voraussetzungen ausführbar, heutzutage häufigst gebräuchliche Technik. Die Stahl-Radiernadel reißt die Plattenoberfläche auf; je nach Tiefe und Schräghaltung der Nadel haben die Linien einen oder zwei Grate, welche zusätzlich zur Vertiefung die Farbe festhalten und ans Papier abgeben. Beim Auswischen (Reinigen der Plattenoberfläche von anhaftender Druckfarbe vor dem Druck) entsteht aus ihnen das für die Kaltnadelradierung typische Ausbluten (Randschattierung) der Linien.

Schabtechnik (Mezzotinto)

Die Schabkunst wurde von Ludwig von Siegen im Jahr 1642 für ein Porträt erstmals angewendet. Hierbei wird die Platte durch ein scharfes viertelkreisförmiges Wiegeeisen bzw. -messer (auch Granierstahl) senkrecht gleichmäßig tief in alle Richtungen aufgeraut, so daß sie vollkommen schwarz drucken würde. Nun wird das helle Bild mit unterschiedlichen Tonwerten durch differenziertes Glätten mit Dreikanthohlschaber und Polierstahl hineinmodelliert. Diese Arbeitsvorgänge sind verhältnismäßig anstrengend und langwierig, weshalb die Mezzotinto in Vergangenheit und Gegenwart nicht allzu häufig vorkommt. Verschiedentlich wird das Aufrauen heutzutage auch mit Schmiergelpapier-Druck, Aquatinta-Korn bzw. Sandstrahlen durchgeführt. Das optische Erscheinungsbild ist hierbei jedoch flacher und ungleichmäßiger.

Kreidemanier (Crayon)

Technik aus der ersten Hälfte des 18. Jh./Frankreich, entwickelt für Zeichnungen in festem Ätzgrund. Mit verschiedenen Rouletten, Moletten bzw. dem Matteur wird die Oberfläche der Druckplatte unterschiedlich aufgeraut, so daß das Druckbild den Eindruck einer Kreide- (oder Bleistift-) zeichnung macht.

Punz- und Punktierstich

Eine Methode, in der Vergangenheit und selten benutzt, bei der die flächige, tonige Zeichnung aus unzähligen kleinen, unterschiedlich tiefen Punkten gebildet, mit der Nadel, dem Punzeisen und/oder dem Punktierhammer in die Plattenoberfläche eingeschlagen wird. Erstmals wahrscheinlich von J. Billeart in Ergänzung zur linearen Gravur angewendet, als eigenständige Technik von F. Bartolozzi (1764-1802) vervollkommnet.

Arbeiten mit Fräsnadel und Graviergerät u.a.

Da es bei der Radierung darum geht die Plattenoberfläche zu verletzen zum Aufnehmen und Abgeben (an das Papier) der Farbe sind dazu ebenso o.g. Geräte wie auch Schmiergelpapier, Stahlbürsten, Beile etc. geeignet. Sämtliche eingesetzten Mittel haben eigene Ausdruckswirkungen.

 

Nasse (chemische) Verfahren

Strichätzung (Radierung / Etching / Gravure à l´eau-forte)

Die erste datierte Strichätzung stammt aus dem Jahre 1513 von Urs Graf (Eisenradierung). Hierbei wird mit der Radiernadel der säurebeständige Ätzgrund linear entfernt. Eine nicht erwärmte Nadel kann zu Abplatzen des Grundes führen, welches der Grund für ausgefranste Linien ist. Die Säure ätzt die druckenden Vertiefungen in die Platte. Nach erster Ätzung kann erneut radiert und geätzt werden – damit erzielt man unterschiedliche Tiefen und damit Linien-Tonwerte. Außer mit der Nadel kann ebenso mit anderen Mitteln punktuell oder linear der Ätzgrund entfernt werden.

Aquatinta / Tonflächenätzung (auch geschabte Aquat.), Carborundum- und Marmorierungs-Verfahren, Heliogravüre/Fotoradierung/Ablöseverfahren

Seit ihrer Erfindung im Jahre 1768 durch Jean Baptiste Le Prince ist die Tonflächenätzung bis heute lebendig geblieben und weiterentwickelt worden. Um Flächen ätzen und drucken zu können, müssen in diesen erhabene Stellen stehen bleiben. Dies erreicht man durch Aufstäuben säurefesten Korns (z.B. Kolophonium oder Asphalt) und Anschmelzen. Dann werden die weißen Partien des Bildes abgedeckt und nach Trocknung geätzt. Anschließend wird der nächsthellere Tonwert abgedeckt und geätzt. Dies wiederholt man bis zuletzt noch die schwärzesten Stellen in die Tiefe tiefer geätzt werden. Damit ist eine Platte mit unterschiedlichen Tiefen entstanden, die um die stehengebliebene Körnung herum die Farbe aufnimmt und beim Auswischvorgang festhält. Die tieferen Bereiche nehmen mehr Farbe auf und werden somit dunkler. Korrekturen, wie in allen Radiertechniken, sind hier durch Schaben und Polieren ebenso wie Nacharbeiten mit Radiernadel, Rouletten etc. möglich. Beim Carborundum-Verfahren wird Elektrokorund mit Titan- oder Zinkweiß gemischt, mit Borstenpinsel oder Malspachtel auf die vorbereitete Metallplatte aufgetragen. Die freibleibenden Stellen müssen abgedeckt werden. Beim Ätzen im Säurebad (ohne Pinsel!) sinkt der Korund und „körnt“ dabei die druckenden Partien.

Die Fotoradierung (entwickelt 1879) arbeitet mit vollformatigem seitenverkehrtem Halbtonfilm, welcher auf Gelatinepapier kopiert wird, das auf die Platte umgehaftet wird. Dann wird entwickelt und gehärtet, mit Asphaltlack abgedeckt und stufenweise geätzt, was eine druckbare Platte ergibt. Ebenso kann auch bei einer Fotokopierlack-Platte direkt ein Positiv (für Halbtöne Aufrastern) aufbelichtet, ausgehärtet, entwickelt, gestäubt und geätzt werden.

Aussprengtechnik (Reservage)

Aus der im 18. Jh. industriell verbreiteten Zeugdruckerei entwickelt, wird bei ihr die Platte ebenso wie für die Aquatinta mit einem Staubkorn versehen. Nun kann mit einer gesättigten Zuckerlösung mit Wasserfarbenzusatz (auch Gummiarabicum mit Glycerin oder Tempera) auf ihr gezeichnet werden. Beim Trocknen kann diese Lösung perlen und sich unterschiedlichst zusammenziehen, wodurch sich malerische Wirkungen ergeben.

Weichgrund- / Durchdruckradierung (Vernis mou / Softground etching)

Auf die mit Weichgrund (klebrigem Asphalt) unter Wärme beschichtete Platte wird ein Bogen dünnes Papier gelegt und gezeichnet, dort haftet der Grund am Papier. Die so freigelegten Partien werden in die Tiefe geätzt und drucken. Eine solche Arbeit hat den Charakter einer Bleistiftzeichnung.

Pinselätzung (offene Ätzung)

Bei diesem Verfahren wird mit möglichst hochkonzentrierter Säure und einem Pinsel direkt auf der Platte „gezeichnet“. Dieser Vorgang sollte mehrmals erfolgen. So entstehen malerische Wirkungen mit Halbtönen. Da die entstehenden Dämpfe hoch gesundheitsschädlich sind, muß mit Gasmaske und Schutzhandschuhen gearbeitet werden!

 

Vorbereiten und Druck der Radierplatten

Um einen erfolgreichen Druckdurchlauf ohne eingeschnittenes Druckpapier bzw. -filz zu erwirken werden mit einer feinen Feile die Kanten und Ecken (leicht abrunden) zu einem ca. 45° schrägen Plattenrand facettiert/gefast (gearbeitet) und anschließend mit Dreikanthohlschaber, Schleifstein oder -papier bzw. Polierstahl geglättet, damit sie keine Farbe halten und übertragen können. Meist muß noch (bei Metallplatten) die Oberfläche mit Stahlwolle, Polierstahl und Poliermittel geglättet/poliert werden. Für Ätzradierungen wird die Platte nun entfettet und – außer bei Pinselätzung – muß immer die Rückseite vor Säureeinwirkung geschützt /abgedeckt werden!

Platten-Fase feilen Radieren mit Kalter Nadel in Kunststoff Anbrennen des Kolophonium-Staubes stufenweises partielles Abdecken mit Asphalt Abdecken der Plattenrückseite mit Asphaltlack Pinseln der Platte im Säurebad Ätzkontrolle mit dem Fadenzähler Glätten der Plattenkanten nach dem Ätzen

 

Nach der letzten Ätzung der Platte müssen der Asphaltlack und das aufgeschmolzene Korn von beiden Seiten z.B. mit Terpentin oder Nitroverdünnung entfernt werden. Nun wird die Platte mit Walze und/oder Tampon oder Wischgaze oder Bürsten oder Leder- bzw. Gummistreifen mit Kupferdruckfarbe eingefärbt. Metallplatten färbt und druckt man am besten warm, da die Farbe dann geschmeidiger ist. Ausgewischt (die nicht notwendige Farbe von der Oberfläche entfernen) werden die Platten kalt mit Wischgaze und anschließend mit der Hand. Der Plattenton läßt sich letztlich noch mit etwas Kreide entfernen. Nun wird die Platte auf den Drucktisch (-wagen oder -schlitten) gelegt, das gefeuchtete und gut gequollene Kupferdruckpapier auf ihr positioniert, die Druckfilze vorsichtig darübergelegt und unter hohem Druck vermittels der Oberwalze durch die Presse durchgezogen. Es wird vorsichtig abgezogen und in feuchtigkeitsaufnehmenden Pappen ca. 3-4 Tage getrocknet.

Einfärb-ArbeitsplatzEinfärben der Radierungsplatte mittels Farbtamponfarbgetrenntes Auswischen der AquatintaPlatte und Druckpapier positionierenDrucken der Radierung auf großer KupferdruckpresseBlatt-Abnahme mittels FröschenDreifarb-Druck neben Platte auf dem DrucktischDrucke im Pappentrockner

 

Signieren von Druckgraphik

Nach Lothar Lang, Kunsthistoriker, in „Der Graphiksammler“:

Links unter die Graphik werden Abdrucke vor der Auflage mit römischen Zahlen, evtl. auch als Probedruck = E.E., oder als Belegdruck für den Künstler (Anzahl = maximal 10% der Auflagenhöhe) = e.a./E.A. = Épreuves d´artiste = A.P., oder außerhalb des Verkaufs = h.c. = hors commerce, und/oder die Auflage mit arabischen Ziffern, wenn die Druckreihenfolge bekannt ist, als Bruchzahl, im Zähler die laufende Nummer und im Nenner die Auflagenhöhe ausgezeichnet. (Ansonsten immer 1-Auflagenhöhe.)

Rechts erfolgt die Unterschrift und das Entstehungsdatum, in der Mitte ein eventueller Titel und/oder Zyklus. Es wird hier manchmal auch die Technik vermerkt.

 

Zum Drucken der Radierungen:

Kosten von Radierplatten:

Zink, z.B.:  40,0 x 50,0 cm = 30,00 €                   21,0 x 29,7 cm = 9,36 €

.                  30,0 x 40,0 cm = 18,00 €                    14,8 x 21,0 cm = 4,67 €

.                  20,0 x 30,0 cm =   9,00 €                    10,5 x 14,8 cm = 2,34 €

.                  10,0 x 20,0 cm =   3,00 €                       7,4 x 10,5 cm = 1,17 €

das entspricht 0,015 €/cm2. In obige Kosten ist ein durchschnittlicher Verbrauch von Kolophonium, Asphaltlack, Ätzbad (Säure), Verdünnung etc. einkalkuliert (Für nicht bei mir gekaufte Platten muß ich die Hälfte des oben genannten Preises für diesen Verbrauch berechnen = 0,0075 €/cm2).

Es können/werden Ihre Wunsch-Formate zugeschnitten!

 

Kunststoff     29,4 x 42,4 cm = 5,00 €                    21,2 x 29,4 cm = 3,00 €

.                        14,7 x 21,2 cm = 2,00 €                    10,6 x 14,7 cm =  1,50 €

.                          7,4 x 10,6 cm = 1,00 €

 

Plattenbeschaffenheit

Die Radierplatte muss an allen Seiten angefast und die Ecken leicht abgerundet sein. Um einen wirklich sauberen Druckrand gewährleisten zu können, sollten eventuelle Riefen vom Feilen mit dem Grat-/Dreikanthohlschaber und dann eventuell einem feinen Schleifstein (es geht auch der Polierstahl) geglättet und entfernt werden.

 

Auflagenlimitierung bei einer Kaltnadel

Auf Grund der Veränderung der Grate durch das Auswischen und Drucken können von einer

Kaltnadel auf Ekalon (Kunststoff) maximal eine Auflage von 15 Abzügen,

Kaltnadel auf Metall in der Regel nur 20 bis 40 Abzüge

gedruckt werden. Für höhere Auflagen muss die Metallplatte vorher verstählt (nur bei Kupferplatten möglich) werden. Dies gilt auch für Mezzotinten und besonders hohen Auflagen von anderen Radierungen.

 

Kosten

beim Selberdrucken:

Für Werkstatt-/Techniknutzung/Strom und fachliche Beratung pro Stunde 7,00 €

zuzüglich Verbrauch/Papier:

übliche Papierformate                 1/1 = 1 ganzes Blatt       = 40 x 26,5 cm  á 1,50 €

Hahnemühle-Bütten-Kupfer-       ½ = 1 halbes Blatt       = 20 x 26,5 cm  á 0,75 €

druckpapier 300 g/m², weiß          ¼ = 1 viertel Blatt       = 13,3 x 20 cm  á 0,40 €

.                                                    2/1 = 1 doppeltes Blatt   = 39 x 53,0 cm  á 3,00 €

.                                                    4/1 = 1 halber Bogen      = 78 x 53,0 cm  á 6,00 €

In die Preiskalkulation des Druckpapiers eingerechnet sind Druckfarbe, Wischgaze, Verdünnung, Lappen, Handreiniger etc. in den üblichen Mengen.

Für jeden weiteren Druckgang auf dasselbe Papier und/oder weitere Farben wird die Hälfte der obigen Summen dem Endpreis zugeschlagen (Beispiel: Verbrauch 1/1 Blatt á 1,50 € + 0,75 € weiterer Druckgang/weitere Farbe).

 

Ich drucke für Sie:

(Alle Preise zuzüglich 19% MwSt)

Auf Grund unterschiedlicher Plattengrößen unterschiedlichsten Charakters und unterschiedlicher Ansprüche (Gaze/Hand, einfarbig/mehrfarbig, mit oder ohne Papier usw.) sowie unterschiedlicher Auflagenhöhe können hier formal-pauschal keine Preise festgesetzt werden.

 

Als Richtlinie dient bei einer Radierung mit folgenden Parametern:

Preisbeispiel: Plattengröße bis 20 x 20 cm, mit Gaze ausgewischt, einfarbig (Schwarz), 20er Auflage,

inkl. Papier (Hahnemühle-Büttenkupferdruckpapier 300 g/m², weiß, bis 40 x 26,5 cm) und Farbe      10,00 Euro/Abzug

weiterer Beispiel-Preis:

Plattengröße 25 x 30 cm, dieselben Parameter wie vordem, Papierformat 40 x 53 cm                       14,00 Euro/Abzug

Bitte informieren Sie sich unter „Für Künstler und Sammler – Druckaufträge“ , dort finden Sie weitere Informationen!

 


 

 

Wochenend-Workshop Druckgraphik Lithographie

 

 

Workshop Lithographie

Freitag-Sonntag  /  24. – 26. November 2017  –  Ausgebucht!

Freitag-Sonntag  /  26. – 28. Januar 2018

(für Anfänger und Fortgeschrittene)

 

 

Die Teilnehmer werden in die Technik der Lithographie eingeführt und über die vorbereitenden Arbeiten am Stein, Zeichnung, Präparierung und Druck einen eigenen Bildentwurf realisieren. Die praktische Arbeit wird mit Informationen zur Geschichte der Lithographie/Offsetdruck und Kunstbetrachtungen begleitet. Bitte, wenn vorhanden, Zeichnungen o.a. mitbringen.

 

Freitag,         24.11.2017 / 26.01.2018, 18.00-21.00 Uhr  Einführung, Vorbereiten der Steine und des Papiers, Zeichnen auf dem Stein

Sonnabend, 25.11.2017 / 27.01.2018, 12.30-18.00 Uhr  Druckfertigmachen der Steine, Druck, Möglichkeiten der Korrektur

Sonntag,      26.11.2017 / 28.01.2018, 12.30-18.00 Uhr  Druckfertigmachen der Steine, Druck, Löschen der Zeichnung / Schlußbesprechung

3 – 5 Teilnehmer

14 Zeitstunden Entgelt: 170,00 € (inkl. 19% MwSt)

Material : Steine, Tusche/Kreide, Druckfarben und -papier etc. werden gestellt.

Verbindliche Anmeldung durch Überweisung – bitte bis spätestens 19.01.2018

auf Konto Eberhard Hartwig

IBAN: DE 90100500004184611317 , BIC-Code BELADEBEXXX

Verwendungszweck: Litho-WE Jan. 2018

Anmeldung: Bitte schicken Sie mir eine Email (zuzüglich der Überweisung) an druckgraphik-atelier@gmx.de oder klicken Sie auf den Button:

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E. Hartwig, RADIERWERKZEUG, 11/2004, Kaltnadelradierung, teilweise geschabt, 9,5 x 14 cm

Kurs / Unterricht DRUCKGRAPHIK / Druckmöglichkeit für Erwachsene

dienstags 18-22 Uhr:

Hochdruck (Linol-, Holzschnitt, Bleisatz etc.)

Tiefdruck (Aquatinta, Kaltnadelradierung u.a.)

(Flachdruck (Lithographie = Steindruck))

Offenes Angebot zum Selber-Drucken für Erwachsene – Fortgeschrittene / KünstlerInnen mit Beratung/Tipps sowie Lern-Möglichkeit für Anfänger (Unterricht / Kurs).

Die Techniken/Technologien der Verfahren, Komposition und Gestaltung von Bildideen und ihre praktische Umsetzung in schwarz-weiß und in Farbe, klassisch und experimentell, sind Inhalte der Abende, welche in kleinen Gruppen individuell (und nach eigenen Vorlieben) erarbeitet werden. Es fließen Betrachtungen zur Kunst/aktuelle Ausstellungen und Druckgeschichte mit ein. Die Abende eignen sich zur Mappenergänzung für die Studienbewerbung.

Kosten: 108,- € + Material pro Monat (Gutscheine mit Rabatt sind im Atelier erhältlich) oder 7,00 € pro angefangene Stunde zuzüglich Materialverbrauch.

 

Anmeldung bitte mit Papiergrößenwunsch bei Radierung (siehe unter Techniken – Radierung):

per Telefon 0049 (0)30-44 04 34 21 bis spätestens Montag davor 18.00 Uhr !

Anmeldung per Email bis spätestens Freitag davor: Bitte schicken Sie mir eine Email an druckgraphik-atelier@gmx.de oder klicken Sie auf den Button:

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Die Druckgraphik

Die Druckgrafik insgesamt steht seit nunmehr über 1000 Jahren für einen faszinierenden Zweig der bildenden Kunst.

Wer kennt nicht die unübertroffenen japanischen Farbholzschnitte, die als früheste Werke dieser Gattung gelten, Dürers grandiose Stichtrilogie „Melancholie“ oder „Ritter, Tod und Teufel“, die späteren Radierungen Rembrandts und Goya´s oder Toulouse-Lautrecs und Chagalls lithografische Blätter?

Flachdruck/Lithographie

Flachdruck/Lithographie

Für die kreative Auseinandersetzung mit der Lithographie stehen Steine im Format 13 x 16 cm bis 43x 62 cm bereit. Das vorbereitende Schleifen muß manuell durchgeführt werden, gedruckt wird auf einer Sutter-Reiberpresse mit einem Wagenformat von 83 x 108 cm. Erläutert werden kann die Geschichte dieser Drucktechnik, der Offsetdruck und seine Druckformherstellung.

 

Sutter-Reiberpresse von 1839SteinschleiftischLithographie-SteinregalLithographie-Walzen-Regal

Steinreiberpresse der Firma Erasmus Sutter, Steinschleiftisch, Lithographiesteine-Regal und Lithographie-Farbwalzen-Regal         Fotos: E. Hartwig

 

Lithographie (Steindruck)

Die Lithographie (griech.: lithos = „Stein“ und graphein = „schreiben“ / auch Steindruck) ist in der Graphik die grundlegende und verbreitetste Art des Flachdruckes. Sie ist eine sehr schöne und zugleich in den Grundzügen einfache Technik, welche der Zeichnung auf Papier am nächsten steht und dabei getreu den Charakter der Handschrift des Künstlers erfaßt. Entwickelt 1798 von Alois Senefelder – er nannte es „chemischen Druck“ -, erreichte sie in der Vervielfältigung große Bedeutung. Goya, Daumier, Matisse, Picasso, Miró, Chagall, Tàpies und Rauschenberg, um nur einige zu nennen, schufen damit hervorragende Werke. Und jeder kennt die mehrfarbigen Plakate von Henri Toulouse-Lautrec. Heutzutage bestätigen alle Lithographen ihren Reiz und ihre Lebendigkeit. Sämtliche Lithographiesteine, die weltweit heute zum Einsatz kommen, stammen aus Solnhofen in Bayern.

Die Lithographie ist der Ursprung der verschiedenen Flachdruckverfahren (druckende und nicht druckende Elemente befinden sich in gleicher Höhe). Bei Künstlergraphiken wird „Lithographie“ nicht selten als unkorrekte Bezeichnung für weitere Flachdruckverfahren, z.B. Algraphie, Zinkographie (auf Aluminium- bzw. Zinkplatten), Grano-, Licht- und Offsetdruck, verwendet.

Das Prinzip dieses Druckverfahrens beruht klassisch auf dem Gegensatz von Fett und Wasser – Fett und Wasser stoßen einander ab. Das zu druckende Bild wird mit fetthaltigem Material (hier: Lithographietusche, -kreide) auf den vorbereiteten Bildträger (Druckform, Druckplatte) aufgebracht – beim Steindruck auf die Lithographiesteine -, Kalkschieferplatten aus Solnhofen in Niederbayern mit spezieller Dichte und Reinheit. Diese bildeten sich vor cirka 150 Millionen Jahren aus Ablagerungen von unzähligen kleinsten Einzellern mit Einschlüssen von Fossilien im „Urmeer“.

Chemische Präparierungen (das sogenannte „Ätzen“) sorgen nach dem Aufbringen des Bildes auf dem Stein dafür, dass nicht druckende Stellen das Wasser (besser) halten. Unmittelbar vor und nach jedem Einfärben muss der Lithographiestein mit Wasser befeuchtet werden – er darf nicht „trockenlaufen“. Dadurch wird verhindert, dass die fetthaltige Druckfarbe beim Einfärben auf dem gesamten Stein haften bleibt.

Für den klassischen Offsetdruck, das heutzutage am meisten verwendete Druckverfahren, trifft das Drucken mit Fett und Wasser ebenso zu. Hier werden jedoch als Bildträger dünne Metallbleche mit lichtempfindlicher Schicht benutzt. Das Druckbild wird ausbelichtet, entwickelt und von diesem wird die Druckfarbe zuerst auf ein Gummidrucktuch und von dem dann auf den Bedruckstoff (-material, meistverwendet: Papier) übertragen (indirekter Druck).

Lithographische Techniken sind Kreide-, Feder- und Pinselzeichnung, Lavierung, Spritzmanier, Schabtechnik, Aussprengverfahren, Über-(Duplex-) und Umdruck (Autographie), Ablösetechnik (anastatischer Druck), Material-Abklatsch, Frottage, Tangiermethode, Positiv-Negativ-Technik, Steingravur und -radierung, Chromo- und Photolitho- graphie, Seifentechnik, Iris- bzw. Verlaufsdruck sowie (bedingt) der Kombinationsdruck (mit anderen Druckverfahren).

 

1. Das Zurichten der Steine

Der Vorgang des Schleifens soll den Stein eben machen, die alte Zeichnung optisch sowie chemisch entfernen und für eine neue Zeichnung vorbereiten. Als Schleifmittel dient Korund-Sand der Korngrößen 80 (grob) über 120-180 (mittel) bis zu 240 (fein). Zum Entsäuern (chemische Struktur der alten Zeichnung/Fetteile entfernen) zwischen dem 1. und 2. Grob-Löschschliff benutzen wir 15%ige Essigsäure auf dem trockenen Stein, danach muß der Stein wieder gut gespült werden! Die Ebenheit des Steins prüfen wir mit einem Stahllineal und runden die Ränder mittels feiner Feile. Nun folgt Mittelschliff, Spülen, Feinschliff und wieder Spülen des Steins.

Lithostein-Schleifbewegungen-1Lithostein-Schleifbewegungen-2Korrektur-LithosteinschleifenLithographie-Stein Schleifbewegungen sowie Korrektur-Schleifen

 

Für die Herstellung einer Kreidezeichnung muß der Stein gekörnt werden. Dazu verwenden wir Korund (mittel) und etwas weniger Wasser als beim Schleifen. Für einen Umdruck ist der Stein zu mattieren (feines Korn/mehr Wasser) oder zu bimsen (Bimsstein), für eine Federzeichnung zu mattieren oder zu polieren (Schleifen mit 240er- oder feinerem Sand bzw. Polierstein) und für eine Gravur zu polieren. Dieser letzte Arbeitsschritt sollte kurz vor dem Bezeichnen stattfinden, denn der Stein muß „frisch“ sein – sonst ist er durch die Einwirkung von Sauerstoff weniger fettempfänglich.

 

2. Zeichnen

auf dem neutralen (gleichermaßen fett- wie wasseraufnahmefähigen), trockenen (Windfahne!) Stein:

– Zeichnen mit lithographischen Kreiden und/oder

– Arbeiten mit lithographischer Tusche: Feder- und Pinselzeichnung, Laviertechnik, Spritztechnik

seitenverkehrtes Zeichnen auf dem Stein mit Lithographie-Kreiden und/oder -Tusche, Foto: M. StrümpelM. Strümpel trocknet den Stein mit der Windfahneeventuell Steinränder vorätzengleichmäßiges Verteilen der Gummiätze auf dem Stein

1. seitenverkehrtes Zeichnen auf dem Stein mit Lithographie-Kreiden und/oder -Tusche, 2. trocknen des Steins mit der Windfahne, 3. evtl. Steinränder vorätzen, 4. gleichmäßiges Verteilen der Gummiätze auf dem Stein

 

3. Präparieren – Ätzen

(braucht Zeit – immer die Wirkung beobachten!)

– 1. mit reinem Gummiarabicum ca. 12 bis 24 Stunden

Gummi abwaschen, Stein trocknen lassen, eventuell mit Windfahne trocknen

– 2. mit Ätzgummi (2 bis 5% Salpetersäurezusatz)

Gleichmäßiges Auftragen mit der Hand oder einem Schwamm, Leinentuch oder Pinsel, nach Einwirkung abwaschen (evtl. gummieren). Eventuell etwas ruhen lassen, dann Wässern und mit Terpentin auswaschen, mit Wasser reinigen (bei großen oder „komplizierten“ Flächen evtl. mit Auswaschtinktur einreiben). Mittels Schwamm mit Wasser feuchten, mit Federfarbe anwalzen, trocknen (evtl. mit Windfahne!), talkumieren und

– 3. zweite Ätzung mit Ätzgummi (2 bis 5% Salpetersäurezusatz) vornehmen (evtl. eintrocknen lassen).

Zeichnung mit Terpentin auswaschen, Foto: M. StrümpelZeichnung mit Terpentin auswaschen , Foto: M. Strümpelmit Wasser reinigen, Foto: M. Strümpelmit Federfarbe anwalzen, Foto: M. Strümpelmit Windfahne trocknenTalkumierenTalkum entfernen2. Ätzung mit Ätzgummi

5. und 6. Zeichnung mit Terpentin auswaschen, 7. mit Wasser reinigen, 8. mit Federfarbe anwalzen, 9. mit Windfahne trocknen, 10. talkumieren, 11. Talkum entfernen, 12. Zweite Ätzung mit Ätzgummi

 

4. Vorbereiten der Druckmaschine

Um einen erfolgreichen Druckdurchlauf ohne gebrochene Steine bzw. „gefaltenes“ oder „schiefes“ Druckpapier zu erreichen wird der Stein mit Hölzern auf dem Druckwagen „arretiert“, die Druckpapieranlage eingerichtet, der Reiber entsprechend Steingröße eingebaut und in Druckstellung auf Höhe voreingestellt und gefettet. Auch der Preßspan/die „Reiberpappe“ muß gefettet werden. Nun beginnt das Einfärben des feuchten Steins (siehe Drucken). Da das Druckbild bei diesem Vorgang (ca. 3 x Einwalzen) noch nicht die für die Auflage optimale Farbführung hat und die Einstellung der Maschine ein wenig Zeit benötigt, wird für den Andruck entsprechendes Papier verwendet. Dieses auf den Stein, darüber die Zwischenlage und die Reiberpappe auflegen. Den Druckwagen vorfahren bis der Reiber sich knapp auf/über dem Stein befindet – diesen „Druckbeginn“ markieren. Den Reiber mittels „Bengel“ senken und heben – dabei die Druckkraft (ca. 350-400 bar 35.000.000 Pascal) per Handrad nach Erfahrung und mit Gefühl einstellen. Nun den Wagen bei Reiber-in-Druckstellung zügig weiterbewegen bis sich der Reiber noch knapp auf/über dem Stein befindet, Reiber heben und dieses „Druckende“ markieren.

VORSICHT: Niemals die Kurbel loslassen während sich der Reiber bei „Druckbeginn“ oder „-ende“ befindet!

Nun vorsichtig das bedruckte Papier mit beiden Händen abziehen, dabei mit der „dritten“ Hand den Stein feuchten. Sollte dieser Andruck keine gravierenden Mängel aufweisen kann mit dem Druck begonnen werden.

 

5. Drucken

Mittels „Nass“-Schwamm den Stein mit Wasser feuchten. Papier mit dem dafür vorgesehenen Schwamm zuerst Rückseite, dann Druckseite feuchten. Nun wieder mittels „Nass“-Schwamm den Stein feuchten, mittels zweitem, minimal feuchtem Schwamm Oberflächenfeuchtigkeit minimieren. Einfärben des Steins per Handwalze, wieder feuchten. Steinoberfläche, wenn erforderlich, an nichtdrucken-sollenden Stellen von Farbe reinigen, danach feuchten. Vorgang wiederholen bis das Bild die zum Drucken erforderliche Farbmenge hat. Gefeuchtetes, oberflächentrockenes Papier, Zwischenlage und Druckreiberpappe auflegen, Wagen bis Druckbeginn unter den Reiber fahren, Reiber niederdrücken mittels Handhebel (Bengel), Wagen bis Druckende weiterfahren, Reiber heben, Wagen in die Ausgangslage zurückfahren und die Reiberpappe/Zwischenlage herunternehmen. Nun vorsichtig das bedruckte Papier mit beiden Händen abziehen, dabei mit der „dritten“ Hand Stein feuchten und das bedruckte Papier dann auf/in den Pappentrockner legen. Hier kann es auf seine Qualität nun „geprüft und ausgewertet“ werden und sollte zwischen den feuchtigkeitsaufnehmenden Pappen ca. 3-4 Tage trocknen.

Schnitt durch Litho-Handpresse13. Feuchten des Steins mit "Wisch"wasser, Foto: M. Strümpel14. Auswalzstein mit Farbreservoir und Farbwalze auf Walzenständer, Foto: M. StrümpelWalze einfärben, Foto: M. Strümpel... damit Stein-Druckbild einfärbenFeuchten und Farbannahme kontrollieren... erneutes Einfärbenund wieder Stein feuchten sowie Farbannahme kontrollierenmit Schwamm Druckpapier feuchtenDruckpapier auflegenZwischenlage und Reiberpappe auflegenDruckwagen bis Druckbeginn vorfahren, Foto: M. Strümpelmittels Bengel Reiberdruck setzen und bis Druckende durchfahrenmit Bengel Reiberdruck beendenDruckwagen zurückbewegenReiberpappe und Zwischenlage herunternehmenmit beiden Händen Papier abziehenStein feuchten, Foto: M. StrümpelGraphiken auf Trockenpappen, Qualität kontrollieren, Foto: M. Strümpel

Abb.: Schnitt durch Litho-Handpresse, 13. Feuchten des Steins mit „Wisch“wasser, 14. Auswalzstein mit Farbreservoir und Farbwalze auf Walzenständer, 15. Walze einfärben, 16. … damit Stein-Druckbild einfärben, 17. feuchten und Farbannahme kontrollieren, 18. … erneutes Einfärben, 19. und wieder Stein feuchten sowie Farbannahme kontrollieren, 20. mit Schwamm Druckpapier feuchten, 21. Druckpapier auflegen, 22. Zwischenlage und Reiberpappe auflegen, 23. Druckwagen bis Druckbeginn vorfahren, 24. mittels Bengel Reiberdruck setzen und bis Druckende durchfahren, 25. mit Bengel Reiberdruck beenden, 26. Druckwagen zurückbewegen, 27. Reiberpappe und Zwischenlage herunternehmen, 28. mit beiden Händen Papier abziehen, 29. Stein feuchten, 30. Graphiken auf Trockenpappen, Qualität kontrollieren

 

6. Korrekturmöglichkeiten

Den Stein evtl. anwalzen, trocknen, talkumieren und durch Wegschaben (+ Ätzen 5%) korrigieren oder folgend die Scheideschicht mit Essig (5%) kurz (ca.1 min) entfernen. Anschließend abwaschen und wieder trocknen. Nun kann die Zeichnung ergänzt oder durch Wegschaben (+ Ätzen 5%) korrigiert werden. Es folgt jetzt wieder der Vorgang des Präparierens (evtl. ohne 1. mit reinem Gummiarabicum).

 

7. Das Löschen der „Zeichnung“ auf den Steinen

Die Rest-Druckfarbe läßt sich am besten gleich nach dem Druck entfernen. Sie wird dann mit Terpentin vom wassernassen Stein heruntergewaschen/-gerieben. Nass halten und mit Wasser nachspülen! Der folgende Vorgang des Schleifens (zwei Steine mit der Zeichnungsseite gegeneinander) soll die Steine wieder eben machen, die alte Zeichnung optisch sowie chemisch entfernen und bereits für eine neue Zeichnung vorbereiten. Als Schleifmittel dient Korund-Sand der Korngröße 80 (grob). Zum Entsäuern (chemische Struktur der alten Zeichnung/Fetteile entfernen) zwischen dem 1. und 2. Grob-Löschschliff benutzen wir 15%ige Essigsäure auf dem trockenen Stein, danach muß der Stein wieder gut gespült werden! Die Ebenheit des Steins prüfen wir mit einem Stahllineal und runden die Ränder mittels feiner Feile. Ist die Steinoberfläche durch falsches Schleifen oder eventuell zu starkes Ätzen konkav oder konvex, müssen die höherliegenden Stellen durch den „Korrektur- oder Geradschliff“ entfernt/eingeebnet werden. Nun können über Mittel- und Feinschliff die Steine wieder für die neue Zeichnung vorbereitet werden … Oder sie kommen gekennzeichnet ins Steinregal und „warten“ dort auf ihren nächsten Einsatz – auf uns.

Restfarbe mit Terpentin entfernen, Foto: M. Strümpelauf Steinschleiftisch Korundsand aufstreuenLöschen durch Stein-gegen-Stein schleifen, Foto: M. StrümpelNach dem Entsäuern erneut Stein schleifen, Foto: M. Strümpel

Abb.: 31. Restfarbe mit Terpentin entfernen, 32. auf Steinschleiftisch Korundsand aufstreuen, 33. Löschen durch Stein-gegen-Stein schleifen, 33. Nach dem Entsäuern erneut Stein schleifen

 

Signieren von Druckgraphik nach den „Regeln“ von Lothar Lang

Links unter die Graphik werden Abdrucke vor der Auflage mit römischen Zahlen, evtl. auch als Probedruck = E.E., oder als Belegdruck für den Künstler (Anzahl = 10% der Auflagenhöhe) = e.a./E.A. = Épreuves d´artiste = A.P., oder außerhalb des Verkaufs = h.c. = hors commerce; die Auflage, wenn die Druckreihenfolge bekannt ist, als Bruchzahl, im Zähler die laufende Nummer und im Nenner die Auflagenhöhe ausgezeichnet. (Ansonsten immer 1-Auflagenhöhe.)

Rechts erfolgt die Unterschrift und das Entstehungsdatum, in der Mitte ein eventueller Titel und/oder Zyklus. Es wird hier manchmal auch die Technik vermerkt.

 


 

Hochdruck/ Buchdruck

Sind die künstlerischen Techniken Holzschnitt, Linolschnitt, Materialdruck etc.. Ebenso können mittels Blei-Handsatz in Schriftgrößen von 6p bis 96p Drucksachen von Visitenkarten, individuellen (z.B. Hochzeits-) Einladungskarten bis zu Plakaten im Format DIN-A1 erarbeitet werden. Die theoretische Begleitung geht von Schriftgeschichte über Satztechniken, typographischer Gestaltung und Druckmaschinenentwicklung. Zum Drucken stehen eine Tiegelpresse (DIN A5) und eine Abziehpresse (max. 52 B x 57 L cm/Druckbereich max. 49 x 56 cm, max. Druckhöhe ca. 2,4 cm) bereit.

Holzschnitt auf der Abziehpresse

 

Der Hochdruck

ist das älteste der vier klassischen Druckverfahren. Unsere Vorfahren erkannten vor Jahrmillionen, dass sie mit ihren Füßen Spuren im (nassen) Sand und mittels Pigmenten an ihren Händen diese Farbstoffe übertragen konnten. Die Zeiten überdauert haben diese „Abdrücke“ in den prähistorischen Höhlen, z.B. sehr gut erhalten bei Puente Viesgo an der Nordküste Spaniens (über 40.000 Jahre alt).

Dieses einfache wie ebenso geniale Verfahren, welches über die Signierung/Unterschrift Nicht-Schriftkundiger unter z.B. Verträgen bis heutzutage zur Identifizierung von Verbrechern oder bei der Pass-/Ausweis-Herstellung Verwendung findet, ist im klassischen Sinne ein Stempeln – wie auch der in Kita oder Schule angewendete Kartoffel“druck“. Das Erscheinungsbild genügt nicht den Ansprüchen, welche man an eine Auflage stellt: bei jedem Finger“abdruck“ sehen die Randbereiche anders aus und die Kartoffelschnitt-Druckfläche verändert sich mit jedem Stempelvorgang … denn Drucken ist so definiert:

 

Definition Drucken: Im klassischen Sinne das Auflagen-Herstellen (Vervielfältigen) von Texten, Grafiken und Bildern durch Abdrucken einer mit Druckfarbe versehenen Druckform auf den Bedruckstoff mittels einer Druckkraft, welche durch ein Gegendruckelement der Druckmaschine erzeugt wird.

Für den künstlerischen Druck möchte ich hier die Ergänzung: „die Möglichkeit des Auflagen-Herstellens“ einfügen. Denn es ist unsere Entscheidung als Künstler, ob wir von einer Druckform eine Auflage (so werden per Pflichtexemplargesetz identische Drucke/Herstellungen zur Veröffentlichung ab 15 bzw. 18 Stück in den unterschiedlichen Länderregelungen bzw. -handhabungen definiert) herstellen WOLLEN … Und wenn wir die identische Druckform jedes Mal unterschiedlich/nicht wiederholbar einfärben bzw. anderen/anders aussehenden Bedruckstoff wählen, zählt dies zu den monotypischen Drucken bzw. Unikatdrucken.

 

Zum Hochdruck:

Die Definition lautet: Alle Arten des Drucks, bei denen die farbannehmenden und -abgebenden Teile der Druckform erhaben stehen. Dazu gehört auch die Informationsübertragung ohne Farbe, der Blindprägedruck, er ist nur mit erhabener Form möglich.

Das Hochdruckverfahren beruht auf dem Prinzip von Druck und Gegendruck. Nur die erhöht liegenden, seitenverkehrten Teile der Druckform werden beim Druckvorgang mit Druckfarbe eingefärbt ( z.B. eingewalzt) und nur diese geben beim Druck, dem Pressen auf den Bedruckstoff (z.B. Papier) Farbe ab, so daß randscharfe Konturen entstehen, während die nichtdruckenden Teile tiefer liegen.

Merkmale:

– druckende Elemente, also Buchstaben und Rasterpunkte, Linien wie Flächen haben einen typischen Quetschrand, dass heißt, dass über die zu sehende Randkontur die Farbe in Druckrichtung gequetscht wurde,

– die Schattierung; ist abhängig von der Bedruckstoffdicke und das Durch- bzw. Einprägen (außer bei Flexodruck und Letterset) in den Bedruckstoff,

– typische Form der Rasterung (bei Klischees)

– die Farbe der Druckelemente hat auf dem gesamten Blatt die gleiche Dichte, wenn die Druckfarbe gleichmäßig aufgetragen wurde.

 

Zum Hochdruck gehört der Buchdruck, der Flexodruck; der Letterset, der Präge- und Blindprägedruck, der Holzschnitt und Holzstich, der Linolschnitt, der Metallschnitt, die Zinkätzung, der Materialdruck u.a..

 

Geschichte

Der Hochdruck hat eine bis in das Altertum zurückreichende Vorstufe im Zeugdruck, dem Bedrucken von Stoffen mit Holzformen. Die vor der Zeitrechnung in China zur Vervielfältigung verwendeten Reliefschnitt-Steinen (erhabene Stellen markieren sich beim u.a. Abreiben) müssen wir als Frottage bezeichnen. Die frühesten europäischen Holzschnitte (auch Texte) sind gegen Ende des 14. Jh. anzusetzen. In China war diese Technik schon vordem gebräuchlich und man fand Schriftrollen, die bereits im Jahre 868 durch Vervielfältigung mittels geschnitzter Holzbuchstaben hergestellt waren. In Korea um 1390 verwendete man sogar schon aus Bronze gegossene Wortzeichen.

1455 beendete Gutenberg den Druck seiner 42zeiligen Bibel (gotische Schrift), begonnen hat er mit Mitarbeitern in Mainz ca. ab 1435/1445 mit dem Herstellen kleinerer Druckausgaben, wie z.B. der Donate (Ablassbriefe/Spendenquittungen) und Kalender. Er ist der europäische Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Lettern aus Metall und des für den Guß dieser Lettern benötigten Handgießapparates. Vorher wurde auch in Europa schon vereinzelt mittels in Holz geschnittener, der Kalligraphie der Handschriften nachgeahmter Buchstaben „gedruckt“ (nur kleine Auflagen – Haltbarkeit des Materials!). Den Raum für die Initialen ließ man frei, sie und auch farbige Linien wurden durch Buchmaler per Hand hinzugefügt. Die vor 1500 gedruckten Blätter/Bücher zählt man zu den Frühdrucken, sie werden Inkunabeln, d.h. Wiegendrucke genannt. Somit ist auch die Entwicklung der Druckpressen – erste waren aus Holz und aus der Weinpresse konstruiert – sowie der Bedruckstoffherstellung für die Geschichte des Druckens bedeutsam.

 

Holz- und Linolschnitt

Schnittmaterial

Linoleum ist grundsätzlich weicher und besitzt eine homogene, nicht von Maserung gekennzeichnete, damit aber auch „unlebendigere“ Oberfläche. Das heute überwiegend für den Linolschnitt (auch meist das heutige für den Fußboden) angebotene Linoleum ist an der Rückseite mit einem Gewebe versehen, welches man für Strukturdrucke einsetzen kann. Die Schnitt-Oberfläche ist leicht porös, was sich in großen Flächen bei Druckkrafteinstellung ohne bzw. mit minimalster Prägung und kurzer Farbe auf dem Bedruckstoff Papier markiert. Wenn dies unerwünscht ist, muß man die Duckkraft erhöhen und/oder die Farbzügigkeit. Auch „bröckelt“ dieses Linoleum sehr schnell beim Schneiden im Gegensatz zum noch weicheren, dafür aber mit Fremdkörper-Einschlüssen versehenen, damals meistverwendeten Fußbodenbelag aus DDR-Zeiten, welcher auch wiederum – da ohne Rückseitengewebe – wie Gummi sich beim Schneiden längte. Linoleum lässt sich mit einfachsten Mitteln (Schere, Messer, Cutter) zu unterschiedlichsten Grundflächen zuschneiden, also ist auch „Mosaik“-Schnitt und Mehrfarb-Drucken von zusammengesetzten, unterschiedlich eingefärbten Formen in einem Druckvorgang möglich.

Also: Linoleum ist ein gutes Material, wenn man wenig Materialwiderstand mit weniger Schnittkraft überwinden und gleichzeitig geschlossene Farbflächen erzielen will. Bei guter Schnittausführung und optimaler Druckkraft sind auch hohe Auflagen möglich.

 

Beim Holzschnitt werden – im Gegensatz zum Holzstich, welcher ins Hirnholz, also stehende Fasern mit noch höherer Druck-Aushaltung (präferiert wird hier Buchsbaum), gearbeitet – aus der Längsholzfläche (liegende Fasern) die nicht druckenden Teile entfernt/herausgeschnitten. Holzschnitt und Holzstich werden unter dem Oberbegriff Xylographie zusammengefasst.

Der Holzriß ist eine moderne Sonderform des Holzschnittes, bei dem dieser durch ein feingliedriges Liniennetz – oft in Kombination mit der normalen Holzschnitttechnik – formal verfeinert ist. Dabei wird das Schwarz – Weiß oft durch Farben ergänzt.

 

Über die gewünschte Auflagenhöhe sollte man eventuell auch – wie bei allen Druckverfahren – beim Holzschnitt nachdenken. Was nützen 1000 mögliche gedruckte Exemplare, wenn sie bis zum Lebensende im eigenen (gemieteten?) Atelier oder Wohnung aufbewahrt werden?

Für den Holzschnitt eignen sich (fast) alle Holzarten. Harthölzer wie Birne, Nuss oder Kirsche ermöglichen höchste Auflagen, benötigen aber wegen ihres Materialwiderstandes mehr Schnittkraft. Sie werden besonders gerne für detailliertere Grafiken verwendet, da sich in ihnen feine Linien besser und dauerhafter als im Weichholz erzielen lassen. Für Weichholz benötigt man/frau weniger Schnittkraft, die zu erzielende Auflagenhöhe ist in der Regel ausreichend. Sie eignen sich besonders für großflächige Arbeiten und haben den weiteren Vorteil, dass große Platten oder Bretter preiswerter zu kaufen sind als solche aus Hartholz.

Verwendet werden auch Tischlerplatten und besonders Sperrholz, seltener Span- und Furnierplatten. Diese Holzformen sind bei Druckgraphikern beliebt, da sie sich nicht verziehen und auch größere Formate günstig zu haben sind. Mein Tipp: im Baumarkt beim Zuschnitt in die „Reste-Kiste“ schauen! Altes Möbelholz ist gut abgelagert und somit hervorragend geeignet. Also: überall die Augen auf!

Beim Holzschnitt ist für mich die Aussagekraft/Lebendigkeit der Maserung wichtig, d.h. ich beziehe diese in die Gestaltung/Komposition mit ein. Des Öfteren fertige ich vor dem Schneiden einen Maserungsabdruck, um mir das druckbare Erscheinungsbild sichtbar zu machen und daraus den passenden Holzstock für den gestaltenden Schnitt auszuwählen. Der Maserungsabdruck lässt sich mittels Drahtbürste und/oder anderem verstärken. Über Schleifen der Oberfläche können wir ihn minimieren.

 

Des Weiteren werden heutzutage Gummidruck- und Vinylblöcke, Softcut- und andere schaumstoffähnliche Platten sowie Bristolkarton, Kreidekarton etc. für Schnitt- und Hochdruck-Ritztechniken eingesetzt. Der früher auch gebräuchliche Bleischnitt wird dagegen meines Wissens nicht mehr praktiziert.

 

 

Motiv/Entwurf

Beim Schneiden/Herstellen sollte für den hier meist direkten Druck (das heißt, daß die Farbe direkt von der Druckform auf den Bedruckstoff übertragen wird) eine seitenverkehrte Form erzeugt werden. Auch nicht vollends durchdachte Flächen-Linien-Kompositionen führen öfters zu Darstellungsproblemen. Beim Schwarz-Weiß-Druck gibt es keine vermittelnden grauen Elemente! Und eine schwarze Linie in schwarzer Fläche ist nicht für jeden herstellbar – diese benötigt einen weiteren Druckgang mit einer weiteren Form.

Also am besten zuvor (für Anfänger, aber auch Profis passieren Fehler) einen möglichst genauen, formgroßen und farbechten Entwurf herstellen, diesen spiegeln (seitenverkehrt) und dann könnte er noch auf die Fläche durchkopiert werden. So kann auch vermieden werden, dass die Druckelementegröße nicht mit der Formgröße sowie der Schnittmessergröße zusammenpasst.

 

Linolschnitt, richtiges Schneiden von der Hand wegEntwurf auf dem HolzstockHolzschnitt und Linolschnitt, NIE zur Hand hin schneiden !Holzschnitt, Arbeitsplatz mit Pfeil-Schnittmessern

Schneiden

Empfehlenswert ist ein sogenanntes „Sicherheitsarbeitsbrett“. Es lässt sich an der Tischkante ein-/anhängen und das zu schneidende Material ist durch die hinteren hochstehenden Anschlagleisten fixiert, d.h. vor dem Wegrutschen gesichert. Die Schnittrichtung sollte immer vom Körper und der haltenden Hand wegführend sein! Ansonsten Verletzungsgefahr!

 

Arten der Schnitttechnik

im Holz- und Linolschnitt

gibt es – hergeleitet vom klassischen Drucken mit Schwarz auf weißem Papier – den

Weißlinienschnitt, bei dem die Bilder (Informationen)/Linien als nichtdruckende Elemente (also weiß/papierfarben) in der druckenden Grundfläche wahrzunehmen sind, somit herausgeschnitten werden müssen. Diese Darstellungsform erfordert (meist/abhängig vom Motiv und dessen Detailausarbeitung) die wenigste Schnittarbeit und wird oft als erstes angewendet. Aber schon Albrecht Dürer verwendete ihn mit seiner negativen Umkehrung zur Steigerung der künstlerischen Wirkung in schwarzlinigen Holzschnitten.

Schwarzlinienschnitt, bei dem die Bild-Informationen/Linien beim Schneiden stehen bleiben müssen, die Farbe annehmen und wieder abgeben auf das Papier und so als „schwarze“ Linien wahrgenommen werden. Soll die ursprünglichste Form des Holzschnitts sein …

Flächenschnitt, bei welchem das Bild überwiegend aus großen, schwarzen und weißen Flächen komponiert wird. Hier ist die Wirkung der Holzmaserung am schönsten einzusetzen. Paul Gauguin zum Beispiel benutzte dazu bevorzugt Kistenbretter …

und die Mischungen derselben.

 

Weiter zu nennen wären der Weißdruck, hier werden die erhabenen Flächen der Druckplatte mit weißer Farbe eingestrichen und auf schwarzem Papier abgezogen. Des Weiteren die Benennungen Braundruck, Rotdruck etc.

Als Photoxylographie bezeichnet man ein Holzschnittverfahren, bei dem die Zeichnung oder der zu reproduzierende Gegenstand fotografisch auf den präparierten Holzstock übertragen und danach geschnitten wird.

 

 

Mehrfarb-Drucke

Auch hier gibt es mehrere Verfahren:

– den „echten“ Farbdruck, auch Tonplattendruck, mit der für jede Farbe passenden Form,

– den „unechten“ Mehrfarbdruck, wofür die unterschiedlichen Farben nebeneinander auf dieselbe Form aufgetragen werden,

– die „verlorene Form“, auch „verlorener Schnitt“, Abbauschnitt oder Eliminationstechnik, wo nach dem Druck jeder Farbe die Form weitergeschnitten wird,

– den Puzzledruck, auch Mosaikdruck genannt, wofür die einzelnen unterschiedlichen Farbformen zum Druck in einem Druckvorgang zusammengesetzt werden,

– den Iris- und Verlaufsdruck, bei dem die Druckfarbe regenbogenartig im Verlauf von den Farbwalzen auf die Druckform aufgetragen wird,

– den Clair-obscur-Holzschnitt, auch Camaieudruck oder Camaieu-Schnitt,

und weitere.

 

Es werden 5 Grundformen von Schnittmessern verwendet.

– Den Grabstichel, eigentlich ein Gravierwerkzeug, mit dem randgerade/-parallele Linien ins Holz geschnitten/gestochen werden,

– die Geißfüße, auch Riller oder Bockeisen, die mit jeweils verschiedenen v-förmigen Schneiden ebenso v-förmige Vertiefungen schneiden,

– der Rundstichel, auch Rundeisen oder U-Eisen, mit dem aufgrund seiner ausgeprägten, fast dreiviertelrunden Schneidenform besonders breite Linien in einer Schnittbewegung herausgeschnitten werden können,

– die verschiedenen Hohl- und Flacheisen, mit denen größere, nichtdruckende Partien weggeschnitten werden. Manche Holzschneider arbeiten ausschließlich mit diesen und verzichten auf Werkzeuge wie

– das Konturenmesser oder Gradmesser, die beim Holzschnitt für das Durchtrennen der Fasern beim Schnitt entgegen der Faserrichtung eingesetzt und mit denen feine Linien ein- oder auch v-förmig herausgeschnitten werden.

Alle diese Werkzeuge haben aufgrund ihrer verschiedenen Schneiden und Profile eine unterschiedliche Schnittwirkung. Die Griffgestaltung ist für das Handling sehr wichtig. Auch werden heute modernere Werkzeuge wie Fräs- und Bohrmaschinen sowie sogar Motorsägen (z.B. von HAP Grieshaber) verwendet. Schnitzmesser sind keine Schnittmesser, können aber je nach individuellen Anforderungen ebenso benutzt werden.

Bei der Auswahl/dem Kauf des Werkzeugs sollte man auf gutes „Handling“, d.h. guten „Sitz“ im Handteller, optimale Griffigkeit/Kraftübertragung und Gefühl achten. Auch wird zwischen Linol- und Holzschnittmessern, unter anderem wegen der unterschiedlichen Härte des Schnittmaterials, unterschieden. Und für den chinesischen Holzschnitt werden auch wieder andere Messer verwendet! Ich habe mich nach einigem Ausprobieren für Schnittmesser der Firma Pfeil entschieden, sie sind nicht gerade billig aber dauerhaft in Qualität und gewähren mir ein gutes Handling. Sie können im Druckgraphik-Atelier mit diesen Messern arbeiten.

Die Seitenflächen der geschnittenen Vertiefungen sollten idealerweise etwas schräg ansteigend zum Druckelement verlaufen (Konus – schräge Stütze der Druckfläche), damit dieses der Druckkraft länger standhält.

 

Blei-Schriftgrößen, HochdruckformSuper im Steckschriftkasten, Foto: Uplawski

Hier kommt noch später der Buchdruck / Bleisatz rein …

 

 

Einfärben

Unterschieden werden muß zwischen wasserbasierenden und echten, fetthaltigen Buch-/Hochdruckfarben. Erstere sind in der Zügigkeit meist länger, neigen daher zum Zulaufen der Tiefen und zu mehr Quetschrändern. Sie haben kürzere Trocknungszeiten sowie öfters ringförmige Druckbilderscheinungen etc. Die Buch-/Hochdruckfarben kann man/frau gut in der Zügigkeit auf die Druckelemente und den gewünschten Ausdruck einstellen. Auch kann problemlos (meist) stundenlang ohne Gefahr der Eintrocknung mit ihnen gearbeitet werden. Beide Farbarten benötigen die entsprechenden Reinigungsmittel für Werkzeuge und Druckform!

Möglich ist beim Holz- und Linoldruck ebenso die Verwendung von Aquarell-, Tempera- bis hin zu Ölmalfarbe – alle haben, je nach Einfärbewerkzeug, wieder spezifische Ausdrucksmittel, aber auch Druckprobleme!

 

Einfärben des Linolschnitts

Wenn das Einfärben nicht mit/in der Maschine erfolgt, dann ist mit der entsprechend großen Handwalze für einen gleichmäßigen (so gewünscht) Farbauftrag zu sorgen. Dafür immer möglichst in mehrere Richtungen überwalzen, der letzte Einwalzvorgang sollte (parallel zur Faserrichtung beim Holz) dabei ganzflächig erfolgen.

Das Einfärben kann aber ebenso mit einem Leder- (traditionell) oder anderem Farbtampon, mit Farbkissen sowie Pinseln etc. vorgenommen werden – dies ergibt wieder spezifische Ausdrucksmöglichkeiten.

Die Druckfarbe entwickelt beim Einfärben Adhäsionskräfte (Anhangskräfte) zu den druckenden Stellen der Druckform. Durch den Druck, mit dem das Gegendruckelement den Bedruckstoff gegen die Druckform presst, entsteht auch Adhäsion zwischen Bedruckstoffoberfläche und Druckfarbe. Beim Trennen der zwei Medien ziehen beide Adhäsionen am Druckfarbenfilm, so dass er sich spaltet. Das nennt man Farbspaltung. Diese findet bei jeder Farbübertragung, also auch von einer Farbwalze zu einer anderen, statt. Die verbleibende Restfarbe auf der Druckform (ebenso auch auf dem Gummidrucktuch z.B. im Offsetdruck) wird neu überfärbt und so kann sich Farbe aufbauen. Das führt dann u.a. zur Tonwertzunahme.

Farbübertragungen müssen immer von weich auf hart und von hart auf weich stattfinden. Zwei harte Körper zueinander würden sich zudem gegenseitig beschädigen.

 

 

Drucken

Generell kann zwischen Maschinen- und Handabzug unterschieden werden. Beim Handabzug wird das Papier auf der Rückseite durch den Reiber (auch Löffel, Falzbein etc.) leicht glänzend (Reiberspuren). Ein Reiberdruck ist zeitraubend; er gibt dem Künstler jedoch die Möglichkeit, abhängig von der Art des Einfärbens des Druckstocks, auch durch das Abreiben das Endresultat zu beeinflussen. Dadurch sind die Unterschiede zwischen einzelnen Abzügen jedoch größer, als das durch den Druck mit einer Presse der Fall ist.

 

Für Druckpressen gibt es drei Druckprinzipen:

Druckprinzip Fläche gegen Fläche. Nach diesem Druckprinzip arbeiten Kniehebelpressen, Stock- und Tiegelpressen. Der sehr hohe Kraftaufwand für den Druck (Preßdruck für jeden Quadratzentimeter der Druckelemente von rund 50 Kilogramm) schränkte und schränkt noch heute die Größe des Druckformates ein. Gutenberg druckte erst Einzelseiten und später bis zu dem maximalen Papierformat 50 x 70 cm mit 4 Seiten zum Kreuzfalz.

Fläche gegen Zylinder. Abzieh-/Andruckpressen und Schnellpressen (die erste 1811 von Friedrich König – 1100 Abzüge stündlich, dagegen schaffte Gutenberg zu dritt etwa 50 bis 60 Druckvorgänge in der Stunde)

Zylinder gegen Zylinder. 1865 wurde die erste Rotationspresse von William Bullock (Philadelphia) gebaut. Voraussetzung war/ist das Rollenpapier mit Leimung in der Masse, welches erstmals 1807 durch M.F. Illig und seine Entwicklung der Langsiebmaschine, hergestellt wurde. Dieses Druckprinzip kann für originale Holzstöcke, Linolschnitte und Bleisatzformen nicht verwendet werden. Dafür müßte von der Originalform eine Mater produziert und diese wurde früher innen mit Blei oder Kunststoff (Stereos von einer Spezialpappe oder Kunststoff), Kautschuk oder synthetischem Gummi (Vulkanisieren/Flexotypie von einer Duroplastmater) ausgegossen bzw. im galvanischen Bad mit niedergespanntem Gleichstrom innen verkupfert (Galvanos von Blei-, Wachs- oder Astralon/PVC-Folien). Diese so gewonnenen Duplikatdruckformen konnten gerundet auf den Zylinder aufgespannt und rotativ abgedruckt werden. Aber im Hochdruck werden mittels dieses Prinzips noch heute Produkte im Linier-, Flexodruck sowie Letterset hergestellt.

 

Das Prinzip der Zurichtung im Hochdruck: Wenn sich die auf der gesamten Fläche gleich bleibende Kraft auf unterschiedlich große Druckelemente verteilt, bekommen flächige Elemente zu wenig Druck. An diesen Stellen werden Seiden- bzw. andere Papiere der speziellen Dickten (z.B. auf dem Gegendruckelement) dem Bedruckstoff hinterlegt. Auch eine unterschiedliche Höhe beim Holzschnitt oder die Abnutzung der Druckelemente kann/muß durch die Zurichtung ausgeglichen werden.

 

Druckstock positionieren auf der AndruckpresseDrucken an der AbziehpresseDrucke im Stapeltrockner

Trocknung

Jede Druckfarbe jedes Druckverfahrens benötigt, abhängig von ihrer Zusammensetzung, Auftragsmenge und Qualität sowie dem Bedruckstoff, Zeit für die Trocknung. Es gibt die Oberflächen- und die Tiefen- oder Durchtrocknung. Es gibt keine Tabellen oder Diagramme für alle möglichen Kombinationen, es gibt nur individuelle Erfahrungswerte. Der Druckfarbe können eventuell Trocknungsbeschleuniger zugesetzt werden, welches aber meist zu anderen Problemen führt.

Nicht trockene Druckfarbe führt beim Übereinanderlegen der Produkte zum Ablegen (Abfärben) oder sogar zum Zusammenkleben. Industriell wird dem mit verschiedensten Bestäubungspudern begegnet.

Für den künstlerischen Hochdruck in größeren Stückzahlen eignen sich Stapeltrockner am besten. Im Druckgraphik-Atelier wird so einer benutzt. Auch Systeme zum Anklammern/Aufhängen sind gebräuchlich.

Sollte einmal ein Exemplar ausnahmsweise vor der „normalen“ Trocknung benötigt werden, kann die Farboberfläche mit Auf-/Einpudern von Talkum (führt dauerhaft zu leichter Aufhellung) etwas stabilisiert werden.

 

 

Signieren von Druckgraphik nach den “Regeln” von Lothar Lang, Der Graphiksammler, Berlin 1979

Links unter die Graphik werden Abdrucke vor der Auflage mit römischen Zahlen, evtl. auch als Probedruck = E.E., oder als Belegdruck für den Künstler (Anzahl = 10% der Auflagenhöhe) = e.a./E.A. = Épreuves d´artiste = A.P., oder außerhalb des Verkaufs = h.c. = hors commerce; die Auflage, wenn die Druckreihenfolge bekannt ist, als Bruchzahl, im Zähler die laufende Nummer und im Nenner die Auflagenhöhe ausgezeichnet. (Ansonsten immer 1-Auflagenhöhe.)

Rechts erfolgt die Unterschrift und das Entstehungsdatum, in der Mitte ein eventueller Titel und/oder Zyklus. Es wird hier manchmal auch die Technik vermerkt.

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Hier kommt demnächst noch mehr dazu …

 


 

Monotypie

 

Monotypien von Eberhard Hartwig:

E. Hartwig, ABENDSONNE, 5/2008, 5-Farb-Monotypie, Unikat, 27 x 29 cmE. Hartwig, SONNIG, 5-2006, 4-Farb-Monotypie, 21 x 22 cmE. Hartwig, BRIEFANPIJUAN, 2012, 1-Farb-Monotypie, 29 x 22,5 cm auf 30 x 42 cm

ABENDSONNE, 5/2008, 5-Farb-Monotypie, Unikat, 27 x 29 cm / SONNIG, 5-2006, 4-Farb-Monotypie, 21 x 22 cm / BRIEFANPIJUAN, 2012, 1-Farb-Monotypie, 29 x 22,5 cm auf 30 x 42 cm

 

Die graphische Technik Monotypie wird oft abwertend sowie arrogant als „Kinderkram“ abgetan, weil ihre Möglichkeiten verkannt werden – im Stillen jedoch wird sie von einigen anerkannten Künstlern lustvoll praktiziert. Heutzutage sieht man in zeitgenössischen Ausstellungen solche Graphiken äußerst selten, aber in der Sammlung Berggruen im Stüler-Bau hängen einige wunderbare Blätter von Paul Klee (er nannte sie Ölfarbzeichnung bzw. Ölpause). Auch u.a. H. Matisse, Ch. Rohlfs und H. Janssen arbeiteten in dieser Technik.

 

Mit der Monotypie (oftmals fälschlicherweise auch als Abreibung oder Abklatsch bezeichnet) können nur Originale/Unikate hergestellt werden. Deshalb bezeichnet man sie auch als „Einmal-Druckverfahren“. Sie entsteht durch einen einmaligen Abdruck auf Papier von einer Platte (Metall- bzw. Glas), auf welche vorher mittels einer Walze oder eines Pinsels Farbe aufgebracht wurde. Und schon dafür gibt es weitere verschiedene Möglichkeiten, welche ausdrucksbestimmend sind und die ausprobiert werden wollen… So gibt es die Pinsel- und Walzen-Monotypien, Schwarz-Weiß-, mehrfarbigen, Schablonen- und anderen Monotypien mit den verschiedenen Erscheinungsformen von Farbzügigkeiten und Wirkungen der Druckkräfte und -mittel sowie weiteren Druckmaterialien neben dem Papier.

Monotypie-Farbstrecke im Druckgraphik-AtelierSeitenverkehrtes Zeichnen auf der Rückseite des PapiersPrüfen der Durchzeichnungausgewalzte Farbplatten

 

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Papierschöpfen

Papierschöpfen

Mit kleinen Sieben und Bütten kann individuelles Papier, zum Beispiel mit Einschlüssen, geschöpft werden. Hierbei erlernen Sie Wissenswertes zur Papierherstellung und -sorten.

 

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