Monotypien und Radierungen

 

 

Beatriz Morales, o.T., 2011, Radierung, 16 x 11 cm

von Beatriz Morales und Eberhard Hartwig.

07.05. – 12.07.2011

 

Hiermit werden Arbeiten von zwei Kunstschaffenden unterschiedlicher Generationen und zweier Kontinente nebeneinandergestellt, die durch den dritten Arbeitsaufenthalt von B. Morales in Berlin und die gemeinsame Arbeit im Atelier in Verbindung stehen. Die Kunst Mexikos, dem Geburtsland von Beatriz Morales (geb. 1981), hat einen starken Arm in der Druckgraphik – unter anderem David Alfaro Siqueiros, José Clemente Orozco und Frida Kahlo waren ihr geistige Eltern. Wolfgang Leber, Michael Hegewald und in der Radierung Michael Kukutz waren Lehrer von Eberhard Hartwig, geboren 1957 in Berlin, und jetzt Leiter/Lehrer im Druckgraphik-Atelier.

Beatriz Morales bisheriger Weg in Ausdruckssuche vom Modedesign für und mit Menschen zur Bildenden Kunst über Menschen führte sie über Italien und Frankreich nach z.Zt. Berlin. Sie offenbart in Ätz- und Kaltnadelradierungen sowie in Monotypien mit einer lateinamerikanischen Formensprache, welche uns an Egon Schiele denken lässt, Emotionen. Ihre Porträts von Freunden und Bekannten, zum Teil gedruckt mit/über Collagen, zeigen ihr humanistisches Menschenbild.

Menschendarstellungen kommen dagegen in den Arbeiten Eberhard Hartwigs selten vor – hier stehen landschaftliche Motive im Vordergrund. Aber sie sind anwesend über ihre Spuren, wie Relikte: Wege, Zäune, Pfähle, Häuser, Boote. Über ihr die Landschaft veränderndes Tun. Ebenso auch in seinen, zum Teil ironisierenden, Stilleben: Flaschen, Eimer, Korken etc. Aus beobachteten Motiven werden Abstraktionen erarbeitet als Freifläche für eigene Interpretationen.

Die Eröffnung war am 07.05.2011.

E. Hartwig, SHIPS-S-W, 1/2010, Strichätzung, Unikat, 6,9 x 11,2 cmB. Morales, LICHT IN DARKNESS, 2010, Aquatinta, 30 x 45 cmBeatriz Morales

Abb.: Eberhard Hartwig, SHIPS-S/W, 1/2010, Strichätzung, Unikat, 6,9 x 11,2 cm / Abb. rechts: B. Morales, LICHT IN DARKNESS, 2010, Aquatinta, 30 x 45 cm